Bald ist es endlich wieder so weit: Spargelsaison

verfasst von derLasse am 16. April 2012



Die Spargelsaison 2012 steht unmittelbar vor der Tür. In der Regel startet sie (je nach Witterung) Ende März / Anfang April und wird traditionell am 24. Juni beendet. Zeit sich ein paar Gedanken zum Thema Spargel zu machen.

 


 

Ich persönlich bin ein großer Spargel-Fan und esse ihn schon seit meiner Kindheit sehr gerne. Das könnte evtl. daran liegen, dass ich mich schon recht früh an ihn gewöhnen „musste“, denn direkt hinter unserem Haus lag ein Spargelacker. Einen ebensolchen erkennt man an den typischen, oben abgeflachten Erdwällen, in denen der Spargel wächst. Um ihn zu ernten wird von der Seite her in den Erdwall hineingestochen um den Haupttrieb der Spargelpflanze herausziehen zu können. Da dieser Trieb noch keine Sonne gesehen hat, noch keine großartige Photosynthese betreiben und grünes Chlorophyll bilden konnte ist er weiß. Weißer Spargel wie wir ihn kennen eben. Lässt man den Trieb aus der Erde herauswachsen und die Sonne sehen färbt er sich grün – der in Deutschland nicht so ganz übliche grüne Spargel. Wenn nur die Spitze des Triebes aus der Erde wächst, kommt es vor, dass sie zunächst eine lilane Färbung annimmt. So entstehen die weißen Spargelstangen mit leicht dunkleren Köpfen, die man häufig sieht.

 

Zur Förderung des Wachstums werden die Spargelwälle heutzutage häufig mit Folie überdeckt, da der Spargel bei warm-feuchtem Klima am besten wächst.

 

Was ist nun beim Spargelkauf zu beachten?

Am besten (so bin ich es auch gewöhnt) kauft man den Spargel natürlich direkt beim Spargelbauern. Selbstverständlich kann man auch Spargel aus diversen anderen Ländern bei uns kaufen. Wenn ich die Wahl habe bevorzuge ich aber immer den einheimischen Spargel. Häufig werde ich sogar von meinen Kollegen beauftragt auch für sie Spargel von „meinem“ Spargelbauern mitzubringen. Da habe ich schnell mal 10-15 kg zusammen.

 

Der Spargel sollte so frisch wie möglich und noch schön saftig sein – das überprüft man am besten indem man 2 Stangen gegeneinander reibt. Dann sollte es deutlich hörbar Quietschen. Wenn ich mehr Spargel gekauft habe als ich unmittelbar zum Kochen benötige, wickele ich die restlichen Stangen in ein feuchtes Küchenhandtuch, verpacke ihn in einer Plastiktüte und lege ihn in den Kühlschrank. So bleiben die Stangen noch schön lange “quietschfrisch”.

 

In der Regel ist Spargel nicht so ganz günstig – besonders am Anfang der Saison ist er noch recht teuer. Die Preise hängen zum einen direkt mit der geernteten Menge zusammen, zum Anderen kann man sich natürlich vorstellen, dass das Ernten jeder Stange einzeln eine sehr aufwändige und anstrengende Sache ist. Gutes Wetter sorgt auch für einen guten Spargelpreis Schlechtes Wetter und Kälte hingegen lassen die Preise in die Höhe steigen – also lasst uns mal die Daumen für ein bisschen besseres und vor allem wärmeres Wetter drücken (das könnte so langsam auch unabhängig vom Spargel nicht schaden).

Dicker Spargel ist einfacher und schneller zu schälen, meist aber auch ein wenig teurer als dünnere Stangen. Wer die Schälarbeit nicht scheut kann hier häufig ein paar Cents sparen. Ein weiterer Tipp: Oft bieten die Spargelhändler den nicht ganz weißen Spargel, bei dem die Köpfe eine leicht lila Farbe angenommen haben etwas günstiger an. Geschmacklich ist hier kaum ein Unterschied festzustellen.

 

Zubereitung:

Die grundsätzliche Spargelzubereitung ist eigentlich überhaupt nicht schwierig:

Die Stangen mit einem Sparschäler schälen, und in reichlich Wasser mit einer Prise Salz kochen. Die Schalen können aufgehoben und bei Bedarf zu einer Spargelsuppe weiterverarbeitet werden. Ein kleiner Schuss Zitronensaft und ein Esslöffel Traubenzucker im Kochwasser kitzeln das feine Spargelaroma noch ein wenig mehr heraus.

 

Gerade am Anfang der Saison mag ich den frischen Spargel am liebsten einfach nur mit Salzkartoffeln, reichlich ausgelassener Butter und gutem Kochschinken. Wenn die Saison so richtig angefangen hat werden hier im Blog sicherlich einige zusätzliche Spargelrezepte (ich sage nur: Grillen!!!) vorgestellt.

 

Ich glaube gerade weil Spargel nur saisonal und zeitlich begrenzt erhältlich ist freue ich mich jedes Jahr wieder sehr auf die Spargelzeit. Meist kaufe ich dann so häufig und so viel davon, dass ich spätestens Mitte Juni keinen Spargel mehr sehen kann ;-) – aber spätestens im Herbst kommt dann schon wieder die Vorfreude auf das nächste Frühjahr.

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