Ein feines Dessert: Crema Catalana

verfasst von derLasse am 4. Februar 2014



Nachtische gibt es in diesem Blog ehrlich gesagt noch nicht allzu viele. Es ist dringend an der Zeit das zu ändern. Darum gibt es jetzt erst einmal eine leckere Crema Catalana.

 

Crema Catalana

 

Seit meinem Sommer-Surftrip nach Kantabrien und Asturien habe ich meinen Kumpel und Gastautoren Jahn nicht mehr zu Gesicht bekommen. Schließlich hat sich der Junge für ein Leben in der katalanischen Hauptstadt Barcelona entschieden. Um so mehr habe ich mich natürlich gefreut, als er sich für einen Besuch angemeldet hatte.

 

Unsere ursprüngliche Idee war eigentlich ein netter Grillabend gewesen, aber irgendwie wollte das Wetter dabei nicht so richtig mitspielen. Daher hatte ich mich dann doch noch schnell für den leicht pikantenNordafrika inspirierten Bulgur-Auflauf als Gericht für den Abend entschieden.

 

Einen Nachtisch sollte es aber unbedingt auch noch geben. Was lang bei Wahl-katalanischem Besuch da näher als eine Crema Catalana? Die wollte ich eh immer schon machen. Außerdem habe ich gerade zu Weihnachten noch ein schönes neues Kochbuch geschenkt bekommen: Die Welt in Lafers Küche.

 

In diesem wird die Crema Catalana als leichtere Alternative zur Creme Brulée angepriesen, da sie mit Milch, anstatt Sahne gekocht wird. Na, wenn das nichts ist ;-). Also los.

 

Vorher aber noch ein wichtiger Hinweis:
Beim letzten erhitzen der Creme-Masse müsst Ihr unbedingt darauf achten, dass die Creme nicht zu fest wird. Bei mir klingelte leider im falschen Moment das Telefon, so dass die Crema Catalana etwas zu lange auf dem Herd war. Durch die puddingartige Konsistenz konnte ich sie dann nicht mehr einfach in die Schälchen gießen und in den Schälchen angekommen wurde sie dort auch nicht mehr schön glatt. Die Bilder zeigen hier – das sei ehrlicherweise dazu gesagt – erst meinen zweiten Versuch einer Crema Catalana (der hat aber dann bestens funktioniert).

 

Gemäß unseres wahlkatalanischen Gastes war der erste Creme-Ansatz, präzise nach Rezept, auch “eine deutliche Spur zitroniger” als der Durschnitt in Barcelona. Das fanden wir alle, darum habe ich mich beim zweiten Ansatz für deutlich weniger geriebene Zitronenschale entschieden (im Rezept Stand Schale einer Zitrone abreiben, ich habe mich beim Zweiten Ansatz für die Schale von 1/4 Zitrone entschieden – fand ich viel besser).

 

Crema Catalana

 

Zutaten

  • 500ml Milch
  • 20g Speisestärke
  • 3 Zimtstangen
  • 4 Eigelb
  • 125g Zucker
  • 1 Bio Zitrone
  • brauner Rohrzucker

So wird`s gemacht:

  1. Ca. 100 ml der Milch verrührt Ihr in einer kleinen Schale mit der Speisestärke.
  2. Die restlichen 400ml setzt Ihr in einem Topf mit den Zimtstangen auf und lasst sie einmal aufkochen. Danach sollte man Sie circa eine Viertelstunde lang abkühlen und den Zimt etwas weiter durchziehen lassen.
  3. In der Zwischenzeit könnt Ihr die Eier trennen und die 4 Eigelb mit dem Zucker Verrühren. Macht dies in einer ausreichend großen Schale, denn in dieser werden später alle Zutaten vermischt.
  4. Wenn die Zimtmilch ausreichend durchgezogen ist, schüttet Ihr sie durch ein Sieb zur Zucker-Eigelb-Mischung. Gut mit einem Schneebesen verrühren.
  5. Die Zitrone wascht Ihr heiß ab. Dann reibt Ihr ca. ein Viertel, bis. maximal die Hälfte (im Originalrezept steht die komplette, aber das war uns im ersten Ansatz zu zitronig) Ihrer Schale in Eure Crema-Mischung.
  6. Jetzt für Ihr noch die Restmilch mit der Speisestärke hinzugeben. Wieder gut verrühren.
  7. Nun gebt Ihr die komplette Mischung für Eure Crema Catalana zurück in den Topf. Schaltet Euren Herd auf niedrige oder mittlere Hitze.
  8. Den Casus Knaxus habe ich ja bereits weiter oben schon angesprochen: Die Mischung darf nicht aufkochen, soll aber bis kurz vor den Siedepunkt erhitzt werden, damit die Speisestärke gut anziehen kann. Rührt öfter mal um, so könnt Ihr die Konsistenz der Mischung schön im Auge behalten.
  9. Wenn es so weit ist: Die Mischung für die Crema Catalana in flache Schälchen geben. Diese erst ein wenig abkühlen lassen und dann in den Kühlschrank stellen und dort aushärten lassen.
  10. Vor dem Servieren dann braunen Rohrzucker darüber streuen und mit dem Brenner zu einer schönen Kruste karamellisieren lassen.

 

Crema Catalana

Dieser Artikel hat bisher 3 Kommentare.


Bisherige Kommentare:

  1. Hardy sagt:

    Wenn Du das noch einmal machst, dann gebe ich Dir einmal mein Geheimrezept. Ich mag nämlich Rum lieber als Zitrone!
    240g Sahne
    42 g Zucker
    3 Eigelb
    1 Vanillezucker
    1 Schnapsglas Rum
    Alles vermengen und glatt rühren. 70 Min. bei 90° im Backofen.
    Das ist mein Traum von einer Crema Catalana

    **die Angaben sind so krumm, weil ich sie von einer größeren Anzahl runtergerechnet habe.

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