Rezept aus Sri Lanka #1: Dhal aus roten Linsen

verfasst von derLasse am 22. September 2014



Rice & Curry sind eigentlich das Nationalgericht Sri Lankas. Zu jedem Curry, egal ob Fisch, Fleisch oder Gemüse bekommt man eigentlich aber auch fast immer ein Dhal aus roten Linsen serviert.

 

Dhal

 

Von meinem Sommer-Surftrip nach Sri Lanka habe ich hier ja schon ansatzweise ein wenig berichtet. Von dort habe ich nicht nur schöne Erinnerungen und tolle Eindrücke, sondern auch ein paar leckere Rezepte mitgebracht, die ich mir von der Einheimischen Dilani habe zeigen lassen. Als erstes davon möchte ich Euch heute das Dhal aus roten Linsen vorstellen.

 

Dhal (von den Sri Lankern auch gerne als Dhal-Curry bezeichnet) ist auch deshalb eine super Beilage, weil es wirklich schnell und einfach “nebenher” gemacht ist. Auch die Zutatenliste ist recht überschaubar und schon nach wenigen Arbeitsschritten muss das Dhal nur noch gemütlich vor sich hin köcheln.

 

Bei mir hat es das Dhal in Kombination mit einem Chicken-Curry, Roti und Reis gegeben. Die anderen Rezepte für dieses Sri Lanka Menü folgen natürlich noch.

 

Während Dilani in Sri Lanka Ihre Curries und Dhal im Wok über offenem Holzfeuer schmort, musste bei mir der normale Herd mit Ceranfeld hinhalten. Um trotzdem ein bisschen Lagerfeuerstimmung aufkommen zu lassen, habe ich allerdings (wie bei allem, was eine Weile köcheln muss) meinen Lieblingstopf für das Dhal verwendet.

 

Dhal

 

Zutaten

Dhal

  • 1 Tasse rote Linsen
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 Tassen Wasser (oder Gemüsebrühe)
  • 200 ml Kokosmilch
  • Curry-Gewürzmischung
  • Chilipulver

So wird`s gemacht:

  1. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln und in etwas Öl im Topf anschwitzen.
  2. Nun die roten Linsen und das Wasser dazu geben. Kurz aufkochen lassen und dann die Hitze reduzieren.
  3. Nun mit Chilioulver und einer guten Curry-Gewürzmischung würzen. Bei beiden Gewürzen konnte ich mich zum Glück noch an meinem Eigenimport aus Sri Lanka bedienen. Außerdem habe ich noch etwas zusätzlichen Kurkuma – für die schöne Farbe – hinzugefügt.
  4. Jetzt die Kokosmilch dazu geben und alles noch ein wenig zusammenköcheln lassen. Man kann auch eine größere Menge Kokosmilch verwenden, wenn man das Dhal etwas flüssiger und nicht ganz so „breiig“ haben möchte.
  5. Testet den Garzustand der Linsen – ein bisschen Biss dürfen die auf jeden Fall noch haben.
  6. Das war es eigentlich auch schon – wenn die Linsen die gewünschte Konsistenz erreicht haben (dauert insgesamt so ca. 20 Minuten) könnt Ihr Euer Dhal servieren.

 

Dhal

 

In etwas festerer Konsistenz eignet sich Dhal hervorragend als zusätzliche Beilage, zum Beispiel zum Hähnchen Curry. Es schmeckt in Kombination mit Reis, oder auch mit Reiswaffeln.

 

Wenn es etwas flüssiger ist (mehr Wasser, Brühe oder Kokosmilch zugeben – ganz nach Geschmack) kann man es auch super als Eintopf servieren. Zum Beispiel als Alternative zum guten alten Party-Chili-con-Carne.

 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachkochen!!!

 

Dhal

Dieser Artikel hat bisher 2 Kommentare.


Bisherige Kommentare:

  1. Markus sagt:

    Ich habe ein etwas modifizierte Rezept aus Galle mitgebracht:

    200 Gramm Dhal

    werden nach dem dreimaligen waschen mit folgenden Zutaten vermengt:

    1 Teelöffel scharfen Senf
    1 Esslöffel Curry
    1 Esslöffel (je nach Geschmack) Chillipulver
    1 Teelöffel Kurmin (Safranpulver)
    10 Curryblätter
    1 Zimtstange
    etwas frisch gemahlenem Pfeffer

    In einem Topf mit Ghee
    1 Teelöffel Senfsaat
    1 Teelöffel Kreuzkümmel
    1 mittelgrosse Zwiebel gewürfelt
    1-2 grüne Chillichoten
    anrösten

    Wenn die Zwiebeln leicht Farbe angenommen haben, die Linsen hinzugeben und kurz mitrösten.
    Mit 125 ml Wasser und 125 ml Kokosmilch ablöschen. Etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen noch leicht bissfest sind. Unter rühren nach Bedarf weitere Kokosmilch hinzufügen.
    Erst zum Schluss salzen.

    • derLasse sagt:

      Hi Markus,
      besten Dank für Deinen Kommentar und vor allen Dingen das Rezept!
      Besonders scharfer Senf und Senfsaat klingen in meinen Ohren nach super zusätzlichen Zutaten. Das werde ich auf jeden Fall auch ausprobieren!!!
      Viele Grüße
      Lars

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