Die Küche gerockt: Unsere erste Männer-Vorratskochrunde

verfasst von derLasse am 20. November 2012



Das kennen wir doch irgendwie alle: Nach einem ereignisreichen Tag kommt man nach hause und hat eigentlich keine Lust auf gar nichts mehr. Außer Essen. Schön, wenn man dann auf ein paar selbst gemachte Vorräte zurückgreifen kann. 

 

Ingo Gütelhöfer

 

Generell würde an solchen Tagen natürlich prinzipiell auch nichts dagegen sprechen, sich auf Fertiggerichte oder den Pizza-Service zu verlassen. Aber selbst gekochte Gerichte sind nun einmal immer noch die leckersten. Vorräte für “schlechte Zeiten” anzulegen kann also eigentlich nicht verkehrt sein. 

 

Basierend auf dieser wahrscheinlich allgemein bekannten Problematik wurde unsere kleine Idee geboren: Die Männer-Vorratskochrunde.

 

Die Idee ist vollkommen einfach: Ein paar kochbegeisterte Kerle treffen sich in einer Küche, um gemeinschaftlich Vorräte zu kochen. Jeder Beteiligte ist am Abend für ein bestimmtes Gericht zuständig – jeder kann also seine eigenen Rezepte beisteuern. Alle gekochten Gerichte werden am Ende in passende Vorratsbehälter abgefüllt und unter den Teilnehmern aufgeteilt. So geht jeder, der mitgemacht hat mit einem Beutel voller Leckereien nach hause. Auf diese Weise hat man zum einen einen Vorrat an selbstgekochtem Essen für Tage der Koch-Unlust und lernt auch zum anderen gleichzeitig noch ein paar neue Rezepte aus dem Repertoire seiner Kumpels kennen und kann diese gleich probieren.

 

Wichtige Voraussetzung hierbei: Entweder muss jeder, der mitmacht eine Kollektion von Gläsern und Vorratsdosen mitbringen, oder die Kochrunde einigt sich darauf, aus einer Gemeinschaftskasse einen Grundstock an Gefäßen anzuschaffen.

 

Männer-Vorratskochrunde

 

Wir wollten uns erstmal langsam an die Umsetzung der Idee herantasten und haben deshalb “nur” zu zweit begonnen. Dafür haben wir aber gleich eine ganze Menge unterschiedlicher Köstlichkeiten hergestellt:

 

1. Schokoladen-Brotaufstrich für`s Frühstück (das Rezept dazu wird Gastautor Ingo in der nächsten Zeit noch liefern)

2. hausgemachte Clif-Bar Müsliriegel

3. ein einfaches aber leckeres Chili con Carne

4. ein Carbonara-Sugo (auch dieses Rezept wird hier in der nächsten Zeit noch erscheinen)

 

Wie man an den Bildern sehen kann ist das Experiment voll und ganz geglückt: Die Küche sah zeitweise recht schön chaotisch aus, wir konnten nett und in Ruhe quatschen und eine feine Flasche Wein genießen. Dazu gab`s ordentliche Musik und natürlich auch etwas zu Essen. Am Ende des Abends, der sich übrigens über mehr als 4 Stunden erstreckte, hatten wir eine ganze Menge leckeres Zeug produziert.

 

Vorratskochrunde

 

Bereits am letzten Wochenende konnte ich mich über meinen “Anteil” des Kochabends sehr freuen: Ich war recht viel unterwegs und für frisches Kochen war leider (oder in diesem Falle: zum Glück!) keine Zeit. Besonders das Carbonara-Sugo hat mich total begeistert: Nudeln kochen, Sugo in eine Pfanne geben, ein wenig vom Nudelkochwasser dazu und fertig – einfach genial! Und superlecker!!!

 

Für die genialen Etiketten, mit denen wir unsere Gläser und Dosen beschriftet haben, muss ich mich noch ganz herzlich bei Andrea von der Agentur Stern + Berg bedanken. Die rocken wirklich, oder? Genau das richtige für unsere Zwecke… Noch gibt es leider keinen Shop, bei dem Ihr die feinen Teile bestellen könnt, aber Andrea schickt Euch gerne welche zu, wenn Ihr Ihr einfach eine e-mail schreibt.

 

Männer-Vorratskochrunde

 

Next Level

Der Beschluss steht fest: Wir werden einen solchen Kochabend auf jeden Fall 1 – 2 Mal im Monat fest in unseren Zeitplan integrieren. Einfach weil es viel Spaß macht und man das selbstgekochte Fertigessen wunderbar gebrauchen kann. Nachdem es zu zweit so gut funktioniert hat wollen wir die Gruppe auf jeden Fall auch auf 3 – 4 Jungs anwachsen lassen.

 

Männer-Vorratskochrunde

 

Außerdem hatte ich noch eine weitere Idee, denn was wir können können andere natürlich auch: Wenn sich auch an anderen Orten noch weitere Vorratskochrunden finden würden, liessen sich wunderbar ein paar gekochte Vorräte im Paket von Kochrunde zu Kochrunde oder von Foodblogger zu Foodblogger verschicken… Was meint Ihr? Interesse?

 

Ich würde mich sehr über ein paar Rückmeldungen von Euch dazu freuen!!!

 

Dieser Artikel hat bisher 8 Kommentare.


Bisherige Kommentare:

  1. Dorothea Knodt sagt:

    Hallo,
    ich habe gerade das Rezept für die Nougatcreme mir ausgedruckt.
    Da ich auch eine begeisterte “Vorratskocherin” bin (Marmeladen, Chutneys, Pestos,aber auch Liköre etc.)möchte ich gerne wissen:
    In welcher Stadt seid Ihr? (ich wohne in München)
    und
    dürfen es bei einer solchen Runde nur Männer sein?
    Auf eine Antwort freut sich
    Dorothea

    • derLasse sagt:

      Hallo Dorothea,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Wir sind aus Siegen/NRW.
      Bisher haben wir bei unseren Einkochaktionen tatsächlich immer als Männer-Runde agiert – selbstverständlich dürften da prinzipiell aber auch Damen mitwirken…

      Eigentlich hatten wir uns mal vorgenommen eine kleine Aktion daraus zu machen, hat bisher aber noch nicht so richtig geklappt. Es wäre doch schön, wenn sich in mehreren Städten mehrere Gruppen zum Vorratskochen treffen und dann ein Teil der Ergebnisse per Post zwischen den Gruppen ausgetauscht werden…

      Vielleicht sollte man das für`s nächste Jahr mal in Angriff nehmen.

      Viele Grüße nach München
      Lars

  2. Hardy sagt:

    Die Nougat Creme macht mich an! Ich sollte wegen meiner allgegenwärtigen Diabetes ja eigentlich auf solche Sünden komplett verzichten. Aber in meinem Alter ist das mit dem Verzicht nicht mehr so wirklich wichtig.
    Da ich mit der “Markenware” auf Kriegsfuß stehe (ich finde sie dunkler und bitterer als früher) habe ich meine Vorräte davon an eine Familie mit Kindern verschenkt.
    Aber sind wir mal ganz ehrlich – es muss ab und an sein. Am liebsten auf einem knisternd frischen Frühstücksbrötchen. Außerdem hängt an diesen Bissen Brötchen und “Markenware” ein Stück Lebenserinnerung. Wenn ich von langen Geschäftsreisen nach Asien und dabei vor allem China – zurückkam; da nutze ich diese Produkte dazu meinen Gaumenn wieder zu neutralisieren. Wer es noch nie machen musste (das Essen in China auf dem flachen Land) wird mich kaum verstehen. Es hat nichts mit dem Chinesen um die Ecke zu tun!
    Lange Rede kurzer Sinn. Diese Creme muss ich machen!

    Die Etiketten sind der Hammer….. Leck mich Baby….. und eine Männerkochrunde, das würde mir sehr gut gefallen. Macht weiter, es ist schön Euch zu lesen.

    • derLasse sagt:

      Hallo Hardy,
      Erst einmal vielen Dank für Dein Lob. Schön, dass es Dir hier gefällt!
      Eines ist mal sicher:
      Wenn etwas eine Sünde wert ist, dann Ingos Nougatcreme – die ist wirklich ein Knaller!
      Solltest Du unbedingt einmal ausprobieren. Man muss ja nicht jeden Tag davon essen (wobei es auch schwierig ist, sich da zu beherrschen…).
      Deine China-Geschichte gefällt mir – Nougatcreme zum Neutralisieren – haha, Klasse!!! Das gefällt mir.
      Viele Grüße
      Lars

  3. Werner sagt:

    Die Idee gefällt mir. Ich bin auch begeisterter Vorratskocher. Manche behaupten unter meinen Vorfahren wäre ein Eichhörnchen gewesen.

  4. Nina sagt:

    Hallo,
    da ich gerne meinen Brüdern zu Weihnachten eine Freude machen würde und das mit allerlei leckeren Kleinigkeiten. Auch mit eurer Nougatcreme, meine Frage ist: Wie lange ist die Creme in etwa haltbar?
    Liebe Grüße
    Nina

  5. inGO sagt:

    Hallo Nina,
    eigentlich ein sehr gute Idee unser “Suchtmittel” zu verschenken. Als Problem sehe ich nur das eine “frische” Creme ist (nicht wie bekannte Tella die totpasteurisiert ist) und nach dem Anrühren im Kühlschrank aufbewahrt werden muss.

    Leider habe ich keine Erfahrung wie lange die Creme hält, denn sie hält bei mir nie so lang, würde mal auf max 3 Wochen bei Einhaltung der Kühlung tippen.

    Einkochen ähnlich einer Konfitüre geht leider auch nicht (ohne einen Emulgator wie bei Tella), da sich dann die Zutaten trennen und wahrscheinlich absetzen, zudem geht der schön frische Geschmack verloren.

    Kurzzeitige ungekühlte Phasen übersteht die Creme natürlich prima… oder einfach nach dem Geschenküberreichen wieder in den Kühlschrank.

    Wir wünschen Dir viel Spaß, …halt uns mal auf dem Laufenden.

    Schöne Tage!
    Ingo

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