Ganz großer Grillgenuss: Bistecce alla Fiorentina

verfasst von derLasse am 2. Mai 2013



Edle Chianina-Rinder aus der Toskana liefern dem Grillfan ein ganz besonderes Steak: Das Bistecce alla Fiorentina. Das wollten wir unbedingt einmal probieren. 

 

Bistecce alla Fiorentina

 

Chianinas sind die größte Rinderrasse der Welt (ein Chianina-Stier kann locker 1500 kg wiegen) und auch eine der ältesten Rinderrassen überhaupt – schon bei den Etruskern fanden sich Darstellungen dieser schönen weißen Tiere.

 

Auch für tolles Fleisch ist diese Rinderrasse bekannt, besonders eben für das Bistecce alla Fiorentina. Hierbei handelt es sich um einen Porterhouse-Schnitt aus dem Roastbeef des Chianina-Rindes. Im Prinzip ist das Bistecce alla Fiorentina also ein dickes T-Bone Steak mit einem recht großen Filet-Anteil.

 

Ein solches Steak – das kann man sich vorstellen – hat schon ein recht ordentliches Format und auch das entsprechende Gewicht. Es sollte also locker reichen um 2-3 Personen satt zu machen. Diesen Aspekt sollte man sich ruhig bewusst machen, wenn man sich mit den Preisen für ein Bistecce alla Fiorentina beschäftigt, denn dabei könnte man zunächst ein wenig erschrecken. Aber: Ein solches Stück gönnt man sich ja auch nicht jeden Tag…

 

Bistecce alla Fiorentina

 

Ingo und ich wollten unbedingt einmal ein lecker gegrilltes Bistecce probieren. Gesagt getan – letzten Donnerstag (man muss auch mal Wochentage feiern…) war es dann endlich so weit: unser schon lang geplantes Projekt sollte in die Tat umgesetzt werden und Ingo stand mit einem wunderschönen 1,3 kg Bistecce vor meiner Tür.

 

Bei der Zubereitung wollten wir ganz klassisch vorgehen: Das Fleisch haben wir ungewürzt gegrillt und erst auf dem Teller mit Maldon-Salt-Meersalzflocken und frisch gemahlenem Pfeffer gewürzt. Im Netz habe ich auch darüber gelesen, dass die Bistecce oft auch vor dem Grillen mit Olivenöl bestrichen werden. Wir wollten aber so wenig wie möglich “drumherum” machen, weil uns der “pure” Fleischgeschmack so interessiert hat.

 

Bistecce alla Fiorentina

 

Gegrillt haben wir das Steak zunächst direkt über der Holzkohle, danach haben wir es im Bereich der indirekten Hitze langsam bis zu einer Kerntemperatur von 55°C gar gezogen. Bei Grillgut dieser Kategorie sollte einem kein grober Fehler unterlaufen, deshalb macht der Einsatz eines Kerntemperatur-Thermometers bei der Zubereitung wirklich viel Sinn.

 

Nach dem Grillen war für unser Bistecce alla Fiorentina dann noch ein Moment Ruhe und schließlich das Schneiden in Tranchen angesagt. Was soll ich sagen? Alleine das hat schon richtig Freude gemacht. Das Fleisch hatte außen eine schöne Kruste und war innen wunderbar rosa – genau so wie wir uns das vorgestellt hatten.

 

Bistecce alla Fiorentina

 

Dann kamen die feinen Tranchen auch schon auf unsere Teller.

 

Und damit kehrte auf meiner Terrasse erst einmal Ruhe ein…

 

Wir mussten über unser eigenes “gefräßiges Schweigen”, das einige Minuten dauerte, tatsächlich nach einer Weile laut lachen. Denn die ersten Minuten lang waren wir beide erst einmal nur mit uns selber und dem Genießen beschäftigt – da blieb kein Platz für weitere Gespräche… Wir waren regelrecht ins Essen vertieft.

 

Kurz: Ein Bistecce alla Fiorentina schmeckt einfach toll! Ein ganz ganz großer Grillgenuss war das, man kann es einfach nicht anders sagen. Zart, saftig und wunderbar aromatisch – eben alles, was man sich von einem guten Steak wünscht.

 

Als zusätzliche Beilagen hatten wir noch einen einfachen gemischten Salat und eine Portion leckerer Cowboy-Beans.

 

Das war tatsächlich ein ganz besonderer Grillabend!

 

Bistecce alla Fiorentina

Dieser Artikel hat bisher 7 Kommentare.


Bisherige Kommentare:

  1. Sascha sagt:

    Hallo Lars. Sehr lecker sieht das aus und ich habe bereits in der Toskana die Gelegenheit gehabt, eine leckeres Steak dieser Art zu probieren. Mich würde interessieren, wo und zu welchem Preis Du das Steak gekauft hast. Beste Grüße aus Bonn, Sascha

    • derLasse sagt:

      Hey Sascha! Ich habe das große Glück jemanden zu kennen, der sowohl eine Metzgerei als auch 2 Feinkostläden betreibt… Er konnte uns das Fleisch dann quasi direkt vom Importeur besorgen.

      Beste Grüße
      Lars

  2. basilikum sagt:

    Ich bin zwar nur ne Frau:-), aber das.ist.so.lecker!!!!

  3. Chris sagt:

    Steak kann niemals zu groß sein. schon gar nicht wenn man vorhat es zu teilen :)

    Gruß Chris

  4. Hardy sagt:

    Sensationell! Hatte das gerade auf FB bei Ingo gesehen und gleich hier gesucht.

    Wir haben hier in Spanien wirklich auch sensationell gutes Fleisch. Weil die Rinder hier auf den Hochebenen in Ruhe und mit viel Natur (Kräuter und Quellwasser, ohne Streß) aufwachsen. Alleine der Zuschnitt passt nicht so recht. Aufgrund der Nähe zur Franz. Grenze gibt es viel Entrecote. Aber ein Porterhouse, T-Bone oder ähnliches nein.
    Das Fleisch sieht aber nicht nur wegen des Knochens gut aus.
    Verstehe komplett, daß Ihr Euch da erst nach dem Gaumenschmaus unterhalten konntet. Klasse ihr Männer!! Habt ihr mir wieder geschickt einen Floh ins Ohr gesetzt.

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