Gastautor Ingo Gütelhöfer backt Siegerländer Riewekooche

verfasst von derLasse am 8. April 2014



Jede Region hat – bekanntermaßen – Ihre eigenen Spezialitäten. Eine Spezialität des Siegerlandes ist der “Sejerlänner Riewekooche”, ein schön saftiges Kartoffelbrot. Der original Siegerländer mkr-Gastautor Ingo Gütelhöfer zeigt Euch heute wie man so einen Riewekooche backt.

 

Siegerländer Riewekooche

 

Ich bin ja ein gebürtiger Sejerlänner Jong und der Lasse hat ja auch schon den ein oder anderen Tag hier im schönen Siegerland verbracht, so dachte ich mir: „Machste einfach mal ein regionales Rezept für den Blog…“.

 

Ganz typisch für die Region ist eigentlich der Sejerlänner Riewekooche (Siegerländer Reibekuchen). Dabei handelt es sich um ein besonders saftiges Kartoffelbrot.

 

Zutaten

Siegerländer Riewekooche

  • 1 Päckchen frische Hefe
  • 1 Kilo Kartoffeln dicke
  • 1 Esslöffel Salz
  • 1 Kilo Mehl
  • 1 Prise Zucker
  • 1 od. 2 Eier
  • 200ml Vollmilch
  • 50ml warme Vollmilch

So wird`s gemacht:

  1. Also los geht’s: Die Hefe in die lauwarme Milch mit etwas Zucker bröseln. Zum Quellen beiseite stellen.
  2. Nun die Kartoffeln schälen und auf der Raspel grob reiben – kann ruhig richtig grob sein – die Kartoffeln garen gut und machen das Brot so supersaftig.
  3. Zu den Raspeln das Ei bzw. die Eier geben (ich nehme immer nur eins, mit zweien wird es meist noch „poriger“). Alles gut miteinander vermischen.
  4. Das Mehl mit dem Salz in einer großen Schüssel vermischen. Diese sollte jede Menge Ausdehnungs-Potenzial haben, aber trotzdem in den Backofen passen.
  5. Jetzt den Rest Milch bis kurz vor dem Kochen erhitzen und dann in die Kartoffelmasse geben und gut durchmischen.
  6. Als letztes nun die Hefe und Kartoffelmasse in die Schüssel mit dem Mehl geben und alles gut durchkneten. Ich lasse das immer von meiner Küchenmaschine machen, denn durch die Kartoffelstärke und das Gluten im Mehl hat die Masse eine Haftkraft wie Fliesenkleber ;-).
  7. Wenn die Masse homogen ist kommt die Schüssel bei 50 Grad eine halbe Stunde in den Backofen, ein feuchtes, ausgewrungenes Trockentuch kommt zum Abdecken drüber. Nun wächst und wächst die Masse man kann wirklich dabei zusehen!
  8. Nach circa einer halben Stunde (länger geht natürlich auch) die Schüssel aus dem Ofen nehmen. Nun kommt das Schwierigste: Mit wirklich gut bemehlten Händen den Teig in eine zuvor gefettete Kastenform geben oder wie ich in Alu-Formen (vom Fleischer des Vertrauens ;-) die kann man auch mehrmals hierfür nehmen – nicht fetten). Hierbei gehen einige der Luftblasen wieder kaputt und das ist auch gut so.
  9. Die Form(en) circa bis zur Hälfte füllen. Geschafft!

 

Siegerländer Riewekooche

 

Jetzt im nicht vorgeheizten Backofen bei 200 Grad je nach Formgröße (große Kastenform) 1 Stunde backen, kleinere proportional kürzer.

 

Das Brot kurz erkalten lassen und sofort anschneiden und probieren :-). Ich mag es am Liebsten klassisch: Richtig dick mit Butter bestrichen und darauf guten Honig. Da kann man sich auch leicht mal überfr…en.

 

Das Brot hält sich supergut frisch und ist schön saftig, eignet sich aber wenn doch mal vergessen und altbacken, auch gut für „arme“ Ritter mit Ei in Fett ausgebacken.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren! Der Riewekooche macht nur wenig Arbeit und lohnt sich ungemein.

 

PS: Ich hab auch schon versucht einen Arbeitsschritt zu sparen und den Teig gleich in den Backformen gehen zu lassen und zu backen. Es kam zu einem unaufhörlichen Gärprozess und mein Backofen war eingesaut, also besser Step-by-Step.

 

Siegerländer Riewekooche

Dieser Artikel hat bisher 3 Kommentare.


Bisherige Kommentare:

  1. mitzia sagt:

    kommentiert hab ich bis jetzt noch nicht…aber ich liebe deinen blog (danke tami;))

    und weil dem so ist……hier der “liebster-blog-award” für dich :)
    http://goo.gl/kZxTfQ

    • derLasse sagt:

      Hallo Mitzia,
      herzlichen Dank dafür – schön, dass es Dir hier gefällt!
      Mensch, das ist nun innerhalb kürzester Zeit das zweite Mal, dass mir jemand den Award verleiht – muss mich endlich mal an den ausführlichen Beitrag dazu setzen…
      Vielen Dank noch einmal und viele Grüße
      Lars

  2. Claudia sagt:

    Echt schöne Seite.. und ich werde bestimmt das ein o andere Gericht nach machen..Danke Ingo für die Empfehlung dieser Seite..lg Claudia

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