Gastautor Ingo Gütelhöfer kocht Orangenmarmelade – für ein Jahr

verfasst von derLasse am 12. Februar 2013



Jetzt gilts: Unser Gastautor Ingo liebt Orangenmarmelade. Da jetzt nun einmal Orangensaison ist, holt Ingo zum großen Rundumschlag aus und kocht den Orangenmarmeladenvorrat für ein komplettes Jahr.

 

Bittere Orangenmarmelade

 

Da ich nicht nur bekennender Schokoholiker, sondern auch Grossmengen-Bitter-Orangenmarmelade-Verbraucher bin, ist für mich natürlich jetzt gerade Primetime.

 

Das Zeitfenster und die Haupterntesaison für die Pomeranzen ist immer ab Mitte/Ende Januar. Da geht der inGO dann zu seinem Nachbarn & Obstmann Torsten Schneider (nennt sich selber “the George Clooney of Obst”) um eine Kiste unbehandelte Pomeranzen – sizilianische Bitterorangen – zu ordern. Die Ernte ist wohl dieses Jahr spärlich und spät, deshalb war bei mir erst letzte Woche Marmeladen-Koch-Tag. Orangenmarmelade

 

Man nehme einen XXL-Kochtopf (wirklich groß!), Bitterorangen (in unserem Falle 8 Kilo), Gelierzucker und Würfelzucker jeweils hälftig in der gleichen Menge (8 Kilo). 10 Kilo Pressorangen (wir mischen immer mit Blutorangen).

 

Eine entsprechende Menge Twist-Off-Gläser (sind bei uns immer gesammelte Werke schöner Gläser und diesmal auch ein Karton Kaufgläser) braucht man natürlich auch.

 

Los geht’s:

Orangen in den Topf, heißes Wasser hinein und kochen lassen. Wir kochen immer auf dem Gasbrenner vom Außengrill – ist einfach effinzienter. Solange kochen bis sich die Schale einfach einpicksen läßt, sind bei uns immer so ca. 15 Minuten. Abgießen und ggfs. nächste Charge kochen oder etwas abkühlen lassen.

 

Während des Kochens die Pressorangen auspressen, deren Schalen wegwerfen, wir brauchen die anderen für unsere Orangenmarmelade :).

 

Die eigentliche Sisyphus-Arbeit kommt jetzt: Orangen nach und nach in Stücke schneiden. Das Innere (also die Häute und die vielen Kerne) in ein Sieb geben. Die Schale anschließend in mundgerechte Stücke schneiden, je nach persönlichem Geschmack eher grob oder ganz fein.

 

Wir nehmen immer auch einen Teil der Schalen in den Zerhacker um so eine Art Mus zuzubereiten. Die Masse im Sieb noch etwas auspressen und den Saft zum Pressaft geben (wird bitterer hierdurch!).

 

Die Hauptarbeit ist getan. Nun alles wiederum in den großen Topf geben. Gleichmäßig aufgeteilt, Schalen, Saft, beide Sorten Zucker. Aufkochen.

 

Wir schöpfen den Schaum immer mit dem Schaumlöffel ab und machen die Gelierprobe wie üblich mit dem Untertellerchen (nicht am Kochlöffel lecken – kann übelste Verbrennungen verursachen!). Wenn es auf dem Teller schön geliert, mit der Schöpfkelle in die Twistoff-Gläser füllen und umdrehen. Nach einer Stunden umdrehen und erkalten lassen.

 

Viel Spaß beim Nachmachen und schreibt mal wie es war!

 

Euer inGO

 

Orangenmarmelade

 

PS: statt des frischen Presssafts kann man natürlich auch fertigen Saft nehmen. Wir haben auch schon mal Multisaft ausprobiert – war auch echt lecker! Aufpimpen kann man noch mit etwas Grand Marnier oder Cointreu, aber ich mag den Alkohol am Frühstücks-Tisch nicht so sehr – aber er potenziert den Geschmack! Das Ganze ohne Gelierzucker nur mit Würfelzucker gibt eine schöne Sauce für Dessert und Eis-Variationen.

Dieser Artikel hat bisher noch keine Kommentare.


Hinterlass einen Kommentar: