Eine sehr gelungene Premiere: Das erste Bonner FoodCamp – #BNFC14

verfasst von derLasse am 18. Februar 2014



Am 15. Februar 2014 fand im Kochatelier Bonn das erste Bonner FoodCamp statt. Das Fazit schon einmal gleich vorneweg: Man kann von einer sehr gelungenen Premiere der Veranstaltung sprechen.

 

Bonner FoodCamp

 

Der ein oder andere Leser weiß ja inzwischen schon vom fleißigen Lesen in der Männerkochrunde, dass Campen genau mein Ding ist ;-). Auf einem BarCamp war ich allerdings bisher noch nicht. So feierte am letzten Wochenende nicht nur das erste Bonner FoodCamp seine Premiere, sondern eben auch ich mit meinem Besuch auf einem solchen Camp. Eines schon einmal vorneweg: Dieser Samstag hat sich sehr gelohnt und hat viel Spaß gemacht.

 

Mit einer gehörigen Portion Glück konnte ich tatsächlich noch den letzten der begehrten Camp-Plätze im “Nachrückverfahren” ergattern. So habe ich mich am Samstagmorgen auf den Weg nach Bonn begeben. Dort angekommen traf ich bereits auf dem Parkplatz 2 “alte” Bekannte: mkr-Gastautor Jochen Reinhardt (@joreinhardt) und Martin (@latenightblock). Kurze Zeit später gesellte sich auch noch Küchenjunge Christian zu uns.

 

Worum geht`s bei einem solchen Camp? Interessanten Sessions lauschen, interessante und gleichgesinnte Leute treffen, Netzwerken und einfach einen unterhaltsamen und informativen Tag erleben.

 

All dies hat die Initiatoren Karin von bonngehtessen.de in Zusammenarbeit mit dem Team von chefkoch.de und der großartigen Unterstützung des Teams vom Kochatelier Bonn in Friesdorf auf der Premiere des Bonner Foodcamp wunderbar umsetzen können.

 

Es gab nicht nur Live-Übertragungen einzelner Sessions im Netz, sondern auch bei Facebook, Twitter und Instagram wurde von allen Teilnehmern fleißig unter dem Hashtag “#BNFC14” berichtet.

 

Das erste Bonner FoodCamp

 

Nach einer schnellen Begrüßung der 60 Camp-Teilnehmer durch Initiatorin Karin von bonngehtessen.de, so wie Sven Giebler (Geschäftsführer von chefkoch.de) und Klaus Velten (TV & Event-Koch, Inhaber des Kochatelier Bonn) konnte es direkt mit den ersten Sessions losgehen.

 

Unter dem Titel „Trüffeln – die heimischen Exoten“ berichtete zunächst der „Mykotainer“ Frank Krajewski über Trüffeln an sich und deren Vorkommen, bzw. Kultivierung im Ahrtal. Hierbei wusste er seinen Vortrag mit manch einer unterhaltsamen Anekdote über die Trüffelsuche und -verarbeitung zu spicken, ganz dem selbstverliehenen Titel „Mykotainer“ gemäß. Fortgesetzt wurde der Vortrag durch Nikolai Wojtko (@tartuffel) vom Magazin Tartuffel, der von der Arbeit am Kochbuch „Trüffeln – die heimischen Exoten“ berichtete, dessen Co-Autor er ist. Anhand zahlreicher Bilder konnte er den Weg vom fertig gekochten Rezept zur fertigen Kochbuchseite schön anschaulich dokumentieren.

 

Bonner FoodCamp

 

Zum Abschluss der Session kam dann noch Trüffel-Papst und Präsident des Vereins Ahrtrüffel Jean-Marie Dumaine zu Wort. Er berichtete voller Leidenschaft und mit charmantem französischen Akzent wie es ihn als Nordfranzosen ins Rheinland „verschlagen“ hat, wie er mit seinem Hund Max Trüffeln im Ahrtal entdeckte und wie regionale Produkte in seinem Restaurant Vieux Sinzig verarbeitet werden. Man muss wirklich sagen, dass hier allein schon das Zuhören Genuss bereitete.

 

Anschließend wurde – wie auf einem FoodCamp eigentlich nicht anders zu erwarten – gekocht.

 

Bonner FoodCamp

 

An einem der Küchenplätze bereitete TV-Koch Klaus Velten zusammen mit einigen Camp-Teilnehmern den Hauptgang des gemeinschaftlichen Mittagessens: Poulardenbrust mit Ratatouille und Kartoffelpüree mit Rauchsalz. Sehr lecker.

 

Mein persönliches kulinarisches Highlight des Tages zauberte allerdings Jean-Marie Dumaine an der zweiten Kochinsel des Kochateliers: Cremige Linsensuppe mit Trüffeln. Diese gab es vegetarisch und auf einem Fleischfond basierend, wobei ich gestehen muss, dass mir persönlich die vegetarische Version NOCH besser geschnackt hat. Wirklich ein Highlight.

 

Bonner FoodCamp

 

Während der Zubereitung konnten die Campteilnehmer außerdem die unterschiedlichen Trüffel-Arten etwas genauer unter die Lupe, bzw. die Nase nehmen.

 

Dann war es Zeit für das große Mittagessen. Bevor dies allerdings so richtig losging gab es noch einen kurzen Vortrag der Wasser-Sommelière Soledad von bonntouren.de, damit man die zum Essen angebotenen Getränke nicht einfach so achtlos herunterschüttet ;-). Die Flasche Wasser im Wert von 120€ blieb allerdings verschlossen und diente nur als Anschauungsobjekt.

 

Während des Essens bot sich natürlich weiterhin die Gelegenheit zum umfangreichen Netzwerken und Plaudern, welche natürlich auch ausgiebig genutzt wurde.

 

Bonner FoodCamp

 

Nach dem Mittagessen stand dann die zweite Runde Sessions auf dem Plan. Hier habe ich mich für den Vortrag von Sirid Ellermeyer (@pixelponyo) zum Thema „Food Photography“ entschieden. Auch hier konnte man manch einen interessanten Tipp mitnehmen, der sich sicherlich auch in die Tat umsetzen lässt. Neben fotografischen Grundlagen wie Blende, Belichtung, Tiefenschärfe und Weißabgleich widmete sich Sirid auch der richtigen Gestaltung des Bild-Hintergrundes und gab ein paar kleine weiterführende Tricks und Kniffe an die Hand (z.B. mit kochendem Wasser getränkte Watte für tollen Dampf im Bild). Hierbei legte sie allerdings auch großen Wert darauf, dass die Gerichte nicht nur auf dem Bild toll aussehen, sondern auch verzehrbar bleiben sollen.

 

Außerdem habe ich mir noch die Session von Sven Lorenz zur neuen Food-Plattform „Yumwe“ angehört. Auf dieser kann man Koch-Sessions anlegen und sich so mit Gleichgesinnten aus seiner Stadt zum gemeinschaftlichen Kochen verabreden. Das hört sich auf jeden Fall so an, als könne man mit Hilfe dieser Plattform ein paar lustige Abende gestalten. Derzeit befindet sich Yumwe noch im Beta-Status undder Großteil der Mitglieder stammt noch aus der Heimatstadt der Plattform-Gründer, Hamburg. Sven stellte aber auch die für die nähere Zukunft geplanten Verbesserungen an der Plattform vor und hofft natürlich auf eine schnelle, weitere Verbreitung.

 

Bonner FoodCamp

 

Der nächste Programmpunkt zwang dann fast alle Teilnehmer in die Knie…

 

Anstatt eines Nachtischs zum Mittagessen gab es ein wirklich massives Kuchenbüffet. Dieses bestand aus einer Masse an Leckereien, die einige Campteilnehmer mitgebracht hatten. Hier muss ich wirklich voller Ehrfurcht sagen: Unglaublich, was manche Leute für tolle Sachen backen können!!! Cake-Pops, Apfelkuchen mit Avocado, allerlei Cupcakes, Lemon Curds, vegane und laktosefreie Köstlichkeiten – wirklich jeder konnte an diesem unglaublich reichhaltigen Buffet seine süßen Gelüste stillen. Ich konnte mich dabei besonders für die Tiramisu-Cakepops begeistern (leider kann ich an dieser Stelle keine Credits verteilen, da ich mir nicht notiert hatte, wer diese kleinen Meisterwerke fabriziert hatte Dank des Kommentars von Backschwester Andrea weiß ich nun, dass die Tiramisu-Cakpops von Conny stammten, die hier schon das Rezept veröffentlicht hat).

 

Bonner FoodCamp

 

Als nächstes wollte ich eigentlich noch die „Sweetup“-Session besuchen, aber es kam irgendwie anders als geplant…

 

Der eifrige Jochen Reinhardt hatte uns für den Platz der „Überraschungssession“ angemeldet und so begab es sich, dass Martin (@latenighblock), Jochen (@joreinhardt), Christian (@kuechenjunge) und ich ein paar Worte zu unseren Erfahrungen mit dem Thema „Social Media Cooking Events“ verloren haben. Berichtet haben wir dabei unter anderem vom Männerbacken, dem BarBQ und Martins MeatUPs in Köln. Anschließend wurde natürlich fleißig mit den Zuhörern diskutiert. Spaß hat das gemacht!

 

Bonner FoodCamp

 

Anschließend gab es noch eine schnelle Verlosung und die Verabschiedung im Plenum – damit ging ein sehr schöner, interessanter und kurzweiliger Tag zu Ende. Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall sehr gerne wieder mit dabei!

 

Bonner FoodCamp

 

Ein ganz herzliches Dankeschön an die Organisatoren!!! Karin, das Chefkoch.de-Team und natürlich das Team des Kochatelier Bonn haben hier wirklich ganze Arbeit geleistet. Von der Namensschilder-Verteilung, über die Essens- und Getränkeversorgung, die Programmgestaltung und die bei einem solchen Camp ach so wichtige WLAN-Bereitstellung hat hier wirklich alles gepasst.

 

Hier findet Ihr noch eine schöne Zusammenfassung aller Berichte und Galerien zum ersten Bonner FoodCamp.

 

Bonner FoodCamp

Dieser Artikel hat bisher 4 Kommentare.


Bisherige Kommentare:

  1. Andrea sagt:

    Toller Bericht. Kann ich so unterschreiben. Wer die tollen Tiramisu-Cakepops gemacht hat? Das war Conny von Genusslieben.de http://genusslieben.de/blog/2014-02-17/tiramisu-cake-pops/ Mir haben die auch ganz besonders gut geschmeckt. Von ihr waren übrigens auch die tollen Cakepop-Eistütchen.

    Hat übrigens Spaß gemacht Euch beim Fachsimpeln zuzuhören. Man liest sich :-)

    Andrea

    • derLasse sagt:

      Hallo Andrea,
      Danke Dir für den Link zum Tiramisu-Cakepop-Rezept!
      Werde ihn noch oben im Bericht ergänzen.
      Viele Grüße
      Lars

  2. Hardy sagt:

    B-e-n-e-i-d-e-n-s-w-e-r-t !!! Die Betonung liegt Ausnahmsweise einmal auf Neid. Toller Bericht, es macht Appetit ihn zu lesen und ich schlackere nur so mit den Ohren was es alles gibt. Nun gut Food-Camp, mit WLAN und lauter Fremdwörtern aus der Bloger- und Internet- Szene. Da wäre ich wohl dann doch überfordert gewesen.
    Toll – gefällt mir! Wie schade aber – ich habe 12 Jahr ein Köln gearbeitet und diese Szene ging völlig an mir vorbei.

    Danke für den Bericht!

    • derLasse sagt:

      Ach Hardy,
      da kommt man doch ganz schnell rein ;-)
      Warte mal ein bisschen ab, je mehr Du Dich mit der Sache beschäftigst, desto weniger fremd klingt das alles für Dich…
      Solche Veranstaltungen machen auf jeden Fall großen Spaß – ich kann die Teilnahme nur empfehlen!

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