Toll fürs Wintermenü: Glühweinbraten mit Apfelrotkohl und Klößen

verfasst von derLasse am 6. Dezember 2013



Es bleibt winter- und weihnachtlich. Ein ordentlicher Braten schmeckt zu dieser Zeit einfach immer lecker, darum haben wir uns einmal an einem Glühweinbraten versucht.

 

Glühweinbraten

 

Nachdem wir ja gerade erst vor kurzem den “Schwedischen Braten mit Meta-Soße” gemacht hatten, kam uns eine weitere Idee. Was beim Meta-Soßen-Rezept mit Schwarzbier gemacht wird, müsste doch eigentlich auch – passend zur Weihnachtsmarktzeit – mit Glühwein funktionieren. Sprich: Das Fleisch in einem Sud-Ansatz im Backofen schmoren und zum Abschluss eine leckere Soße aus dem Sud zaubern. Das musste natürlich sofort ausprobiert werden.

 

Von einem Ostfriesland-Aufenthalt im Sommer hatte ich noch ein kleines, ca. 500g schweres Stück Rinderbraten vom glücklichen, ostfriesischen Rind im Eisfach. Das schien mir genau das richtige Stück für einen solchen Bratenversuch zu sein.

 

Glühweinbraten

 

Weil Fertig-Glühwein in der Regel nicht schmeckt, haben wir uns für einen eigenen Glühweinansatz entschieden. Dazu wurde eine Flasche Spätburgunder im Kochtopf erwärmt. Dazu kam der Saft von 2 ausgepressten Bio-Orangen (von denen hatte ich vorher noch 2 Scheiben abgeschnitten, die dann mit im Topf schwimmen durften). Dummerweise bin ich dann auch noch ganz blöd gegen die zufällig geöffnet bereit stehende Rum-Flasche gestoßen, so dass auch davon ein ordentlicher Schuss im Glühwein gelandet ist – Ihre kennt sie bestimmt diese Unfälle… ;-).

 

Um dem Glühwein die richtige Würze zu verleihen habe ich in einen selbst-befüllbaren Teebeutel einige Nelken, eine Zimtstange und ein paar Wacholderbeeren gegeben. So ein Beutelchen für die Gewürze ist ziemlich praktisch, weil man die Gewürze dann rechtzeitig entfernen kann (also immer mal wieder abschmecken ;-)) – einen zu gewürzlastigen Glühwein kann ich nämlich nicht leiden. Vor allem die Nelken können recht schnell etwas penetrant werden.

 

Glühweinbraten

 

Ob Ihr Euren Glühwein leicht zuckern möchtet oder nicht hängt zum einen vom eingesetzten Wein und zum anderen natürlich von Eurem Geschmack habt. Seid auf jeden Fall aber vorsichtig und sparsam dabei…

 

Während der Glühwein schön vor sich hin köchelt, könnt Ihr Euch um den Braten kümmern.

 

Glühweinbraten

 

Zutaten

  • 1 Stück Rinderbraten
  • ca. 1l Glühwein
  • 1/2 EL Thymian
  • 1/2 EL Salz
  • 1/2 EL Pfefferkörner
  • 1/2 EL Piment
  • 1/2 EL Wacholderbeeren
  • 1/2 EL Rosmarin
  • 3 – 4 Lorbeerblätter
  • 3 EL Preiselbeeren
  • 150 – 200 ml Sahne
  • etwas Mehl zum Abbinden
  • ein paar Cranberries

So wird`s gemacht:

  1. Zunächst einmal schaltet Ihr Euren Backofen ein und heizt ihn auf 180° – 200° C vor.
  2. Als erstes wird dann eine schöne Gewürzmischung gemörsert. Wie bereits oben erwähnt hatten wir “nur” ein 500g-Bratenstück. Denkt also daran, die Mengen entsprechend zu erhöhen, falls Ihr einen größeren Braten machen möchtet.
  3. Alle Gewürze, bis auf die Lorbeerblätter (die kommen direkt in den Glühweinsud) gebt Ihr in einen Mörser und zerkleinert Sie gründlich. Bei uns hat sich – wie so häufig – der Flavour Shaker – dafür besonders gut bewährt.
  4. Dann reibt Ihr das Bratenstück damit gründlich von allen Seiten ein.
  5. Nun erhitzt Ihr etwas Sonnenblumenöl in einer Pfanne. Darin braten Ihr das Fleisch von allen Seiten schön an.
  6. Nun soll Euer Braten zum Glühweinbraten werden. Also: Rein in den Glühweintopf mit ihm. Falls Ihr vorher noch nicht dran gedacht habt, gebt Ihr jetzt auch die Lorbeerblätter dazu. Eigentlich war unser Plan, an dieser Stelle auch noch ein Zwiebel in den Topf zu geben. Irgendwie ist uns das aber durchgegangen… Ihr dürft das aber sehr gerne ausprobieren.
  7. Das Bratenstück verseht Ihr außerdem mit einem Thermometer, um seine Kerntemperatur zu überwachen. Unser Thermometer war so eingestellt, dass es uns Bescheid gibt, wenn 54°C im Kern erreicht sind.
  8. Nun stellt Ihr den kompletten Topf in den Ofen. Dort darf der Glühweinbraten schön vor sich hin simmern. Das Thermometer meldet Euch dann, wenn er fertig ist. Bei uns hat das ca. 1 – 1,5 Stunden gedauert.
  9. Glühweinbraten

  10. Dann nehmt Ihr den Braten kurz aus dem Topf und lasst ihn ein wenig ruhen. Währenddessen vollendet Ihr die Glühweinsoße.
  11. Hierzu gebt Ihr die Sahne und ca. 3 Esslöffel Preiselbeeren in den Topf. Unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen wird die Soße nun mit etwas Mehl abgebunden, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Mit etwas Salz und evtl. weiteren Preiselbeeren schmeckt Ihr sie nun noch ab.
  12. Jetzt schnell den Braten aufschneiden und mit der Soße servieren. Wer mag, streut zum Abschluss noch eine Hand voll Cranberries in die Soße.
  13. Fertig ist der Glühweinbraten.

 

Glühweinbraten

 

In Sachen Beilagen haben wir uns natürlich für Rotkohl entschieden. Ich könnte mir bei diesem Braten mit der leicht süßlich-fruchtigen Glühweinsoße auch ehrlich gesagt kein geeigneteres Gemüse vorstellen. Diesen haben wir zusammen mit einer in Schmalz gedünsteten Zwiebel und 2 Boskop-Äpfeln gekocht.

 

Wo Rotkohl ist, müssen Kartoffeln, Rösti oder Klöße dazu. Wir haben uns für letztere entschieden. Allerdings muss ich hier schamvoll eingestehen, dass wir dabei auf ein Fertigprodukt zurückgegriffen haben…

 

Zu solch einem herrlich weihnachtlichen Essen gehört natürlich auch das passende Getränk. Da wir aber zum Essen nicht beim heißen Glühwein bleiben wollten, aber auch nicht generell vom Wein abweichen wollten, fiel unsere Wahl hierbei auf einen super leckeren, mit 90 Parker-Punkten bewerteten 2010er Tranco von Vicampo. Passte wunderbar und rundete das tolle Essen wirklich ab.

 

Ein rundum perfekter Braten für das Winter- oder Weihnachtsmenü also. Auch bei diesem Rezept hat uns besonders gut gefallen, dass man sich nicht allzu viel darum kümmern muss. Ist erst einmal alles vorbereitet

 

Glühweinbraten

 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim geselligen Nachkochen und eine schöne Adventszeit!

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