Gastautor Jochen Reinhardt zaubert leckeren Pudding mit Rhabarber vom Grill

verfasst von derLasse am 25. Juni 2014



Etwas süßes zum Nachtisch kommt auch am Grillabend immer gut an. Gastautor Jochen Reinhardt zeigt Euch heute, wie er einen feinen Pudding mit selbst gezogenem – und vor allem natürlich gegrilltem – Rhabarber macht.

 

Gegrillter Rhabarber-Pudding

 

Zu einem ordentlichen Grillabend gehört auch ein leckerer Nachtisch. Da MKR-Gastautor Jochen Reinhardt zur Zeit im Rhabarber aus dem eigenen Garten ertrinkt, experimentiert er mit ein paar neuen Rhabarber-Rezepten.

 

Noch ist Rhabarbersaison – und immer, wenn ich die üblichen Rezepte durch habe, probiere ich etwas Neues. Da kann auch schon mal Sushi rauskommen.

 

Dieses Jahr habe ich Rhabarberstangen auf den Grill geworfen für ein Puddingdessert. Für ein gegrilltes Menü eignet sich das Timing hervorragend: Bevor es richtig losgeht und der Grill gerade Grill richtig heiß ist, kommt der Rhabarber auf den Grill und parallel kocht der Pudding. Danach kühlt das Dessert, während man munter weitergrillt.

 

Die Zutatenliste ist angenehm einfach, ich gebe hier die Mengen für vier Personen an:

 

Zutaten

  • Etwa vier Stangen Rhabarber (botanisch gehört die Pflanze übrigens zum Gemüse)
  • Nach Lust und Laune gerne noch zusätzliches Obst dazu (z.B. saisonal Erdbeeren oder Himbeeren)
  • 500 ml Milch
  • 40 gr Vanillezucker (ich mache ihn ganz einfach selbst, indem ich eine benutzte Vanilleschote in etwa zentimeterlange Stücke schneide und mit Zucker für einige Tage im geschlossenen Glas bedecke.)
  • 2 Eier
  • 2 EL Maisstärke

So wird`s gemacht:

  1. Die faserige Haut des Rhabarbers abziehen, dann kann er auf den Grill. Dort regelmäßig wenden, er kann gerne Grillstreifen bekommen.
  2. Milch zum Kochen bringen.
  3. Eier mit Zucker schaumig schlagen und die Stärke unterrühren.
  4. Den Rhabarber in mundgerechte Stücke schneiden – er darf gerne bissfest sein. Einen Teil der Milch unter Rühren in die Eiermasse geben und dann alles in die restliche Milch geben, bis die Flüssigkeit anfängt fest zu werden.
  5. Sofort in die Puddinggefäße geben und das Obst mit Schwung hineinwerfen (dann versinkt es tiefer in der Puddingmasse).
  6. Kalt stellen.
  7. Am Ende noch mit einer Prise braunem Rockzucker bestreuen. (wer möchte, kann ihn auch noch flambieren wie eine Creme Brulee).

 

Noch ein Tipp: Wer den Pudding zum Servieren stürzen möchte, sollte die Gefäße vorher mit kaltem Wasser ausspülen.

 

Apropos Rhabarber-Saison: Als offizielles Ende gilt der 24. Juni. Die Legende, dass er danach zuviel Oxalsäure enthält und giftig wäre, stimmt übrigens nicht. Vielmehr geht es darum, der Pflanze genügend Erholungszeit für die kommende Ernte zu gönnen.

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