Kochende Kerle #2: David Seitz macht Glasnudelsalat nach Thai-Art

verfasst von derLasse am 2. Februar 2012



David Seitz ist Student der interkulturellen Kommunikation, freischaffender Journalist und außerdem Macher des Food-Blogs schlaraffenwelt.de, das sich mit kulinarischen Themen aus aller Welt beschäftigt. 

 

 

Aus seinem interkulturellem Interesse hinaus stellt uns David hier selbstverständlich ein Rezept aus einem anderen (Ess-)Kulturkreis vor: Einen leckeren Glasnudelsalat aus der thailändischen Küche.

 

MKR: Hi David, magst Du kurz ein paar Worte zu Deiner Person sagen?

Hallo! Mein Name ist David Seitz, ich studiere interkulturelle Kommunikation (Master) an der LMU München und habe vorher Englisch und europäische Ethnologie in Freiburg studiert. Klingt recht perspektivlos auf den ersten Blick, ich arbeite jedoch schon seit Jahren als Journalist und werden diesen Weg auch nach meinem Studium beibehalten.

 

MKR: Wie bist Du zum “kochenden Kerl” geworden?

Das war ein recht schleichender Prozess, meine Mutter und meine Tanten sind alle recht koch-affin und haben mich da sukkzessive mit hineingezogen. Ein Fan von gutem Essen war ich eigentlich schon immer, nur kam irgendwann der Punkt an dem ich selbst bestimmen wollte, was auf den Teller kommt – quasi kulinarische Emanzipation, das war so mit 16. Seither tobe ich mich regelmäßig in der Küche aus.

 

MKR: Und wie zum Food-Blogger?

Die Idee schwelte schon lange vor sich hin, einfach aus dem Interesse an gutem Essen und meiner Arbeit als Journalist. So kann ich die Faszination für Kulinarik und journalistische Leidenschaft unter einen Hut bringen. Das schöne an einem Blog ist ja, dass man keinen redaktionellen Zwängen unterworfen ist – ich kann also sowohl mit Lebensmitteln als auch mit journalistischen Stilmitteln experimentieren. Zusätzliches fachliche Know-How bringt mein Kollege Marcel ein, der durch Familie und Ausbildung einen engen Bezug zum Kochen hat.

 

MKR: Worum geht`s bei “schlaraffenwelt.de”?

Unser Slogan “Expedition Genuss” bringt es eigentlich schon auf den Punkt. Schlaraffenwelt ist international und interkulturell ausgerichtet, versucht einen Blick hinter die Fassade fremder Esskulturen zu werfen, ergänzt von Eigenkreationen, bei denen wir versuchen die Regeln unserer eigenen Esskultur hin und wieder bewusst zu durchbrechen.

 

Davids Rezept: Glasnudelsalat nach Thai-Art

Zutaten

  • 200g Glasnudeln
  • 200g gemischtes Hackfleisch
  • 3 Tomaten
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 30g Cashewkerne
  • Koriander
  • 2 Limetten
  • Fischsauce
  • brauner Zucker
  • Knoblauch
  • 1 Pepperoni
  • Salz
  • Pfeffer

So wird`s gemacht:

  1. Zuerst gebt Ihr die Glasnudeln 5 Minuten lang in kochendes Wasser und schreckt sie dann in einem Sieb unter kaltem Wasser ab. Wenn man die weichen Glasnudeln mit einer Schere ein paar Mal durchschneidet kann man sie später leichter essen, ohne dass sie einem dabei ins Gesicht klatschen.
  2. Nun die Tomaten, Zwiebeln und Frühlingszwiebeln in kleine Stücke hacken und zur Seite stellen. Anschließend das Hackfleisch mit wenig Öl scharf anbraten und mit Salz & Pfeffer würzen. Die Cashewkerne im Backofen mit dem Grill hellbraun rösten. Auf dem Bild oben hat die ein oder andere Nuss ein paar Röstaromen zuviel abbekommen, also aufpassen – geht ziemlich schnell.
  3. Für das Dressing müsst Ihr den Saft von zwei Limetten mit 3 El Fischsauce mischen, klein gehackten Knoblauch und Peperoni dazugeben und mit braunem Zucker abschmecken, bis es angenehm süßlich schmeckt. Nicht vom ungewohnten und streng – fischigen Geruch der Fischsauce abschrecken lassen, die Nudeln saugen einiges davon auf und mildern den Geschmack.
  4. Nun könnt Ihr die Glasnudeln mit dem Gemüse, Hackfleisch und Cashewkernen anrichten und mit dem Dressing übergießen, die Nudeln dürfen ruhig drin schwimmen. Ein paar Blätter Koriander geben den ultimativen asiatischen Touch und sehen dazu noch gesund aus. Koriander ist ein absolutes Muss für dieses Gericht.

 

MKR: Hast Du noch ein paar ergänzende Worte zu Deinem Rezept?

Diesen Typ Salat habe ich bei einer Tour durch Thailand mehrfach gegessen und er ist mir so stark in Erinnerung geblieben, dass ich einige Wochen nach meiner Rückkehr versucht habe ihn nachzukochen. In Thailand essen ihn die Einheimischen meist mit grüner Papaya statt Glasnudeln, das Dressing stimmt aber fast exakt mit dem Thai-Original überein.

 

Abschließend noch ein kleiner Tipp: Die übrige Fischsauce kann man für jedes andere asiatische Gericht wieder verwenden. In Thailand verzichtet man ganz auf Salz und Pfeffer, die Würze kommt allein durch die Zugabe von Fischsauce.

 

MKR: Vielen Dank fürs Mitmachen David! 

 

Wenn Euch Davids Rezept gefallen hat, solltet Ihr unbedingt auch einmal sein Blog schlaraffenwelt.de besuchen! Dort hat David auch bereits einen Artikel zu diesem Gericht und seinen Reiseerfahrungen aus Thailand veröffentlicht.

 

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