Ein gelungener Pizza-Abend dank neuem Pizzastein

verfasst von derLasse am 17. September 2012



Über das Grillen von Pizza habe ich ja bereits schon mehrfach berichtet. Bisher habe ich dazu immer eine einfache, flache Blechpfanne verwendet. Das funktionierte schon ziemlich gut. 

 

Pizza mit Ziegenkäse und Feigen

 

Allerdings musste man schon hin und wieder nachsehen, das sich keine allzu schwarzen Stellen auf der Pizza-Unterseite bilden. Dort hat die Pizzapfanne nämlich Löcher…

 

Diesmal sollte das alles ein wenig anders laufen, denn es kam dank dem Grillzubehör von Gasprofi 24 zum ersten Mal ein Pizzastein zum Einsatz.

 

Vor einer Weile hatte mir bereits ein Bekannter erzählt, dass er sich einen solchen zugelegt hat und seitdem absolut begeistert ist. Er meinte, dass sogar die Tiefkühlpizza aus dem Backofen besser gelingen würde, wenn er sie auf dem Pizzastein macht.

Da ich ja bekanntlich leicht für allerlei Küchengadgets zu begeistern bin wollte ich natürlich unbedingt so ein Teil ausprobieren. Also her damit…

 

Der erste Blick in die Verpackung des Grillpro Pizzasteins war schon einmal recht vielversprechend:

Darin lag nicht nur der eigentliche Pizzastein inkl. Metallgriffgestell, sondern noch ein praktischer Pizza-Holzschuber, sowie eine Kombination aus Pizzaschneider und Mafia-Tortenheber ;-). Nice!

 

Der Holzschuber funktioniert prima und ist eine wirkliche Hilfe beim Handling der Pizzen auf dem Grill. Eine sehr nette Beigabe, weil man in der Regel einen solch großen Pfannenwender auch nicht im Haus hat. Wer mit Pizzen über der heißen Fläche des Grills hantiert um sie auf den Pizzastein zu bugsieren (was zugegebenermaßen am Anfang auch gar nicht so einfach ist) ist recht schnell dankbar für diese praktische Beigabe.

 

Grillpro Pizzastein

Der beiliegende Pizzaschneider sagt mir da schon nicht mehr ganz so zu. Er ist leider aus Plastik und macht einen nicht allzu robusten Eindruck, da er sich leicht verbiegen lässt. Funktionieren tut er zwar, aber irgendwie kommt beim Handling nicht so wirkliche Freude auf. Aber seien wir mal ehrlich: Das Teil ist eh eine freundliche Dreingabe. Und einem geschenkten Gaul schaut man nicht hinter die Kiemen. Und: Wer so gerne Pizza isst, dass er sich einen Pizzastein zulegt, hat wahrscheinlich eh schon einen ordentlichen Pizzaschneider zuhause.

 

Hier geht es schließlich um den Pizzastein!

 

Der macht einen sehr guten Eindruck – die Oberseite, auf der die Pizza zum Backen liegt ist glatt geschliffen, man fühlt jedoch, dass der Stein leicht porös ist. Auf der Unterseite findet sich eine eingefräste Rillenstruktur – perfekt, denn so kann sich der Stein prima im Grillrost verankern (siehe Bild!) und rutscht nicht nervig hin und her, wenn man eine Pizza auflegt oder eben wegnehmen möchte.

 

Die Idee hinter einem Pizzastein:

Die Hitze des Grills wird ganz gleichmäßig an die Pizza abgegeben und da der Stein leicht porös ist, entzieht er dem Pizzaboden überschüssige Feuchtigkeit. Genau so wie im so oft angepriesenen Steinofen eben auch.

 

Also: Grill an! Ich habe eine 2-Zonen-Glut mit Holzkohle-Briketts eingerichtet und den Pizzastein dann in der Grillmitte, also dem Bereich der indirekten Hitze platziert. Die Grilltemperatur lag laut Thermometer bei ca. 200°C und ich habe den Stein erstmal eine Weile bei geschlossenem Deckel liegen lassen, bevor die erste Pizza drauf kam, damit er schön gleichmäßig durchheizen kann.

 

Ergebnis:

Die Pizza wird wirklich super und hat einen absoluten Steinofen-Charakter. Sie backt auf der kompletten Fläche schön gleichmäßig durch, und wird richtig schön knusprig. Ich musste nicht mehr darauf achten, dass keine angebrannten Stellen, wie an den Löchern der Pizzapfanne mehr entstehen.

Meine Gäste und ich waren wirklich begeistert – die gleichmäßige Verteilung der Hitze scheint dem Pizzaboden wirklich sehr gut zu bekommen. Ist schon was dran am Steinofen-Effekt.

 

Pflegemässig macht der Pizzastein eigentlich auch wenig Arbeit: Mit Wasser reinigen sollte man ihn nicht (zumindest nicht, wenn man ihn innerhalb einer Woche noch einmal benutzen möchte), da das poröse Material Wasser aufnehmen und dann beim nächsten Kontakt mit Hitze reißen kann.

Sprich: Einfach gründlich mit Küchenpapier abreiben und fertig. Vom Reinigungsaufwand her eigentlich perfekt für uns Kerle ;-)

Selbstverständlich sieht der Stein nach dem ersten Einsatz schon nicht mehr aus wie neu, weil er sich ja “einbrennt” – aber was soll`s? Patina hat was und Schönheitspreise soll das gute Stück ja auch nicht gewinnen.

 

Was passiert nun mit meiner bisherigen Pizzapfanne? Also ganz klar, so gut wie auf dem Stein wird die Pizza in der Pfanne einfach nicht. Trotzdem kein Grund für mich die Pfanne zu entsorgen, denn: Auf Ihr lassen sich die Pizzen wunderbar in der Küche belegen, dann kann man sie easy zum Grill nach draussen tragen und von der Pfanne auf den Pizzastein rutschen lassen…

 

Ich freue mich über den neuen Pizzastein und vor allen Dingen auf die vielen leckeren Pizzen die wir darauf backen werden.

 

Pizza mit Feigen und Ziegenkäse

 

P.S.: Die gezeigte Pizza mit Feigen, Ziegenkäse, Schinken, Honig und Rosmarin war wirklich super lecker! Eine prima Kombination!!! Die werde ich noch in einem gesonderten Beitrag vorstellen. Wir haben sie als “Vorspeisenpizza” für alle gebacken, d.h jeder konnte erstmal ein oder zwei Stücke davon essen, bevor er seine ganz eigene Wunschpizza bekam.

 

Dieser Artikel hat bisher 9 Kommentare.


Bisherige Kommentare:

  1. TheCookiez sagt:

    Hey,

    ist so ein Pizzastein teuer? Die Idee gefällt mir jedenfalls gut :)

    Viele Grüße,
    Cédric

    • derLasse sagt:

      Hey Cedric,

      Nein, die sind nicht so teuer. 

      Son Teil kostet ca. 30€ – aber das lohnt sich, weil,der Pizzaboden echt viel besser gelingt. 
      Und wie bereits gesagt, man kann den Stein sowohl im Ofen als auch auf dem Grill benutzen, sein Einsatz ist also nicht unbedingt nur auf die Grillsaison begrenzt. 

      Beste Grüße
      Lars

  2. Tobby sagt:

    Hey Lasse,

    Deine Vorspeisenpizza ist (auch in der vegetarischen Variante ohne Schinken) eine geniale Idee. Dank Pizzastein ein doppelter Genuss!

    Besten Gruß
    Tobby

    • derLasse sagt:

      Hi Tobby,

      vielen Dank! War ein gelungener Abend finde ich. Hoffe wir schaffen das bald mal wieder!

      Beste Grüße zurück!

  3. Martin sagt:

    Hey Lasse,
    schaut echt Klasse aus dein Blog und die Vorspeisen Pizza muss ich echt mal nach machen.
    Ein Pizza Stein ist echt ein Traum auf dem Grill.

    bis dann
    Martin

    • derLasse sagt:

      Hey Martin!
      Ja, die Pizza ist wirklich super – die steht für heute Abend auch schon wieder auf dem Plan ;-)
      Die kann man übrigens auch wunderbar mit nem Weizenbierteig machen – da muss ich eigentlich auch mal dringend noch nen Beitrag zu schreiben…

      Beste Grüße,
      Lasse

  4. Hardy sagt:

    Das ist eine wirklich gelungene Kombi. Seit ich Pizza aus dem Steinofen mache schmeckt mir kaum noch eine Andere. Sie hat einen typischen Geschmack wie vom Edelitaliener. Dabei etwas Staub vom Holzfeuer und wohl auch etwas Rauch. Ich denke das und ein guter Pizzateig ist das große Geheimnis.
    Die Kunst dann alles mit Belag zu toppen. Und Dein Belag mit Feigen, Ziegenkäse, Honig und Rosmarien…. leckere Idee und passt sowas von ausgezeichnet nach Spanien! Wir haben ganz frische Rosmarien direkt daneben, den Ziegenkäse hole ich vom Bauern und der Honig ist von Wildblüten (viele Kräuter) aus den Pyrenäen. Oach- ich liebe das.

    Deine Pizza wird nachgemacht. In wenigen Wochen bin ich wieder in Spanien und heize ein! Versuch doch mal eine Nachtischpizza mit Apfelbelag, ich fands extrem lecker und sie ging noch, obwohl alle satt waren. Ich hänge oben als Webseite mal meinen “Testblog” mit dem Rezept dran. Versuchs doch einfach einmal.

    • derLasse sagt:

      Hallo Hardy!
      Pizza aus Deinem genialen Steinofen mit frisch gepflücktem Garten-Rosmarin und DEM Honig klingt toll.
      Da ich einfach mal frech davon ausgehe, dass Du nicht auf die vegetarische Version aus bist, solltest Du Dir unbedingt noch etwas wunderbaren Serrano oben drauf werfen – Du wohnst da ja direkt an der Quelle… Man kann Dich wirklich nur beneiden Hardy!
      Müssen wir Dir nur noch die Daumen drücken, dass Du die Pizza dann auch direkt noch draußen verzehren kannst…
      Viele Grüße
      Lars

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