Rollbraten vom Grill

verfasst von derLasse am 13. August 2012



Ein richtiger Rollbraten vom Grill? Was zunächst nach einer aufwendigen Herausforderung klingt, ist eigentlich kinderleicht und gelingt (fast) immer.

 

Rollbraten vom Grill

 

So ein ordentlicher Rollbraten ist schon eine feine Sache. Außen eine leckere Kruste, innen dann zart und würzig. Läuft Euch da beim Lesen nicht auch schon das Wasser im Mund zusammen? Man(n) muss sich nur einfach mal an solche Rezepte heranwagen. Es lohnt sich!

 

Das schöne dabei ist: Es ist überhaupt nicht schwer, einen solchen Braten auf dem Grill zu zaubern. Um ehrlich zu sein ist da tatsächlich recht wenig Zauberei dabei. Ich hatte so einen Rollbraten auch immer wesentlich komplizierter vorgestellt als er ist und war wirklich begeistert, als ich dieses Rezept in einem Grillseminar kennengelernt habe.

 

Unter anderem war das auch einer der Gründe weshalb ich unbedingt mal an so einem Seminar teilnehmen wollte: Irgendwie hat man ja doch immer etwas Respekt, wenn man sich an ein solches Gericht heranwagt. Wäre ja schon ärgerlich, wenn man ein gutes und nicht ganz günstiges Stück Fleisch bei der Zubereitung versemmelt und die eingeladenen Grillgäste nichts auf die Teller bekommen. Das Grillseminar war also bestens geeignet, um mir die Angst vorm Rollbraten zu nehmen ;-) – beim Ausprobieren unter fachmännischer Anleitung kann schließlich nicht viel schief gehen.

 

Wichtig ist, dass man ein Stück Fleisch mit feinem Fettdurchsatz verwendet – also z.B. Schweinenacken. Das enthaltene Fett sorgt dafür, dass das Fleisch während der doch schon recht langen Garzeit nicht austrocknet. Dann also mal ran ans Werk!

 

Zutaten

  • Schweinenacken
  • Röstzwiebeln
  • Bacon
  • Petersilie
  • BBQ Sauce
  • Salz
  • Pfeffer

So wird`s gemacht:

  1. Zuerst den Schweinenacken nach dem Lakritzschnecken-Prinzip aufschneiden. D. h. Ihr legt das gute Stück vor Euch hin, schneidet es am unteren Ende ein und rollt es dann während des Weiterschneidens zur Seite weg. So entsteht ein recht großer, rechteckiger „Fleischlappen“.
  2. Diesen würzt Ihr mit Salz und Pfeffer und verstreicht anschließend BBQ-Sauce darauf.
  3. Als nächstes belegt Ihr die komplette Fläche mit Baconstreifen und streut die Röstzwiebeln und gehackte Petersilie darüber. Alles schön gleichmäßig verteilen.
  4.  Rollbraten vom Grill  

  5. Jetzt den Braten wieder zusammenrollen und mit der Bratenschnur zusammenbinden. Das klingt komplizierter als es eigentlich ist: Am besten bildet man einfach ausreichend große Schlaufen mit der Schnur, indem man sie doppelt verdrillt. Diese Schlaufe dann über den Braten schieben und einfach festziehen – danach kommt direkt die nächste Schlaufe. Man macht also keine richtigen Knoten, sondern legt nur Schlaufen, die durch das doppelte Verdrillen der rauhen Bratenschnur halten.
  6. Dann ist der Rollbraten auch schon fertig für den Grill. Dieser sollte auf ca. 200°C mit indirekter Hitze vorgeheizt sein. Wenn Ihr ein paar Holz-Räucherchips da habt (ich verwende gerne Hickory), dann ist der Rollbraten definitiv ein Rezept bei dem sich deren Einsatz für zusätzliches Aroma lohnt. Also einfach rauf auf die heißen Kohlen damit – natürlich erst nachdem Ihr sie etwas eingeweicht habt.

  Rollbraten vom Grill

 

Der Braten muss nicht gewendet werden und hat eine Garzeit von ca. 1 – 1,5 Stunden. Am besten überprüft Ihr die Kerntemperatur mit einem Bratenthermometer. Wenn ca. 78°C in der Bratenmitte erreicht sind, ist er fertig.

 

Dann nur noch in Scheiben schneiden und genießen. Ich wünsche Euch einen tollen und hoffentlich erfolgreichen Grillabend!

 

Rollbraten vom Grill

Dieser Artikel hat bisher 5 Kommentare.


Bisherige Kommentare:

  1. Tapas_Blog sagt:

    Hey Lasse, gerade gefunden den Blog hier. Tolles Rezept, sieht echt massig aus der Braten und scheint noch schön saftig von innen zu sein. Lecker, werde ich am Samstag mal so machen, nur in Kleinformat.
    Liebe Grüße vom Tapas-Blog aus Köln,
    Dirk :)

    • derLasse sagt:

      Hey Dirk! Ja – unbedingt mal ausprobieren den Braten. Das lohnt sich und der gelingt wirklich immer, kannst Dich (bei Bedarf) also auch guten Gewissens direkt an ein groesseres Stueck heranwagen.

      Ich wuensche gutes Gelingen!

      Jetzt werde ich mal ein wenig im Tapas-Blog herumstoebern…

  2. Tapas_Blog sagt:

    Supi, ja werde ich machen, habe auch schon lecker Fleisch reservieren lassen. :)
    Gruß Dirk

  3. Wissel Alfred sagt:

    Hallo Freunde,

    das ist natürlich ein Rollbraten vom feinsten. Ich kann nur sagen, klasse, ich habe dieses Exemplar auch schon einige mal auf Buchenholzfeuer gemacht. super.!!
    Vorschlag:
    Probiert dieses Gericht mal mit einem Stück Schweinebauch vom Wildschwein, das ist der Hit auf jedem Grillfest.

    • derLasse sagt:

      Hallo Alfred!

      Ich freue mich wieder einen Kommentar von Dir hier zu lesen!

      Wow – mit Wildschwein kann ich mir das Rezept in der Tat auch sehr sehr lecker vorstellen.

      Hast Du das dann in der gleichen Art zubereitet?

      Wildschwein und Buchenholzfeuer – das ist natürlich noch einiges gediegener als Schweinenacken und Kugelgrill…

      Da kann man neidisch werden!

      Und hungrig ;-)

      Beste Grüße!

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