Schwedischer Braten mit Meta-Soße – unkompliziert und unheimlich lecker!

verfasst von derLasse am 21. November 2013



So langsam geht es ja mit riesigen Schritten auf Weihnachten zu. Das bedeutet: Bratenzeit. Wir haben uns schon einmal langsam mit einem schwedischen Bratenrezept eingestimmt.

 

Schwedischer Braten mit Meta-Soße

 

Schwedischer Braten mit Meta Soße, so der Name dieses Rezepts. Meta-Soße? Was soll das denn sein – werdet Ihr Euch sicherlich jetzt fragen. Zur Erklärung ein paar Hintergrundinformationen:

 

Meta ist eine schwedische Freundin meiner Mutter, sie lebt die eine Hälfte des Jahres in Stockholm und die andere auf den Åland-Inseln zwischen Schweden und Finnland. Schwedenreisen sind in meiner Family recht beliebt und eben auf einer dieser Reisen haben meine Eltern vor einigen Jahren Meta kennengelernt. Von Ihr stammt das Rezept für diesen Braten, beziehungsweise die Soße, in der der ebensolche geschmort wird.

 

Ob Meta dieses Rezept nun selbst entwickelt hat oder nicht, weiß ich nicht. Tatsache ist aber, dass sie es an meine Mutter weitergereicht hat. Damit hat die Meta-Soße Einzug in unsere Familie gehalten. Da Meta das Bratenrezept unter keinem bestimmten Namen weitergereicht hat, heißt es bei uns eben einfach Schwedischer Braten mit Meta-Soße. So viel dazu. Ganz einfach :-)

 

Schwedischer Braten mit Meta-Soße

 

Das schöne an Meta-Soße: Sie eignet sich eigentlich für alle Arten von Fleisch. In Schweden machen Sie damit natürlich sehr gerne Elch- oder Wildschweinbraten, aber auch normales Schweine- oder Rindfleisch eignen sich ganz hervorragend.

 

Bei uns kam ein schönes Nackenstück (ca. 1,2kg) vom schwäbisch-hällischen Landschwein zum Einsatz.

 

Schwedischer Braten mit Meta-Soße

 

Eigentlich ist dies ein optimales Rezept wenn Gäste kommen, denn: Ist die Meta-Soße erst einmal vorbereitet, was nur ca. 5 – 10 Minuten dauert, schmort der Braten einfach darin in Ruhe vor sich hin – es bleibt also Zeit genug für diverse andere Vorbereitungen. Ein wichtiges Zubehör für die Zubereitung ist ein Thermometer, mit dem die Kerntemperatur des Bratens überwacht werden kann. Sie sollte am Ende mindestens 75°C betragen.

 

Schwedischer Braten mit Meta-Soße

 

Zutaten

  • 1dl schwarzer Johannisbeersaft (möglichst konzentriert)
  • 1 Flasche Porter-Bier oder Schwarzbier
  • 1dl Sojasosse
  • 20 Wachholderbeeren
  • 1TL Thymian
  • 2 gr. Zwiebeln, grob gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, grob geschnitten
  • 2 Brühwürfel oder etwas gekörnte Brühe
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • Für das Abschmecken der Soße: Sahne, Mehl, ggf. etwas Salz

So wird`s gemacht:

    1. Die Zubereitung dieses Bratens ist wirklich unheimlich einfach und unkompliziert. Zunächst könnt Ihr schon einmal Euren Ofen vorheizen. Wir haben unseren Braten bei 200°C gemacht. Wer eher Niedertemperaturgaren möchte kann natürlich auch eine geringere Temperatur wählen. Dann verlängert sich die Garzeit entsprechend.
    2. Auf einer Herdplatte könnt Ihr nun den Sud ansetzen. Hierfür einfach alle oben aufgeführte Zutaten in einen Topf geben und einmal aufkochen lassen.
    3. Dann könnt Ihr das Fleisch in den Sud legen und den Topf in den Ofen stellen.
    4. Das war`s eigentlich schon. Jetzt müsst Ihr nur noch Euer Thermometer in den Braten stecken und seine Kerntemperatur überwachen. Wie bereits weiter oben erwähnt ist der Braten fertig, wenn diese 75°C erreicht hat.
    5. Schwedischer Braten

      1. Die Wahl der richtigen Topfgröße ist bei diesem Rezept entscheidend: Das Bratenstück sollte zu mindestens zwei Dritteln vom Sud bedeckt sein. Es schadet auch nicht, wenn es komplett bedeckt ist. Ist Euer Bratentopf (oder Euer Bratenstück z groß), müsst Ihr eben einen größeren Sud-Ansatz vorbereiten.
      2. Wenn der Braten die gewünschte Kerntemperatur erreicht hat, nehmt Ihr den Topf aus dem Ofen. Den Braten nehmt Ihr nun aus dem Sud und püriert diesen mit einem Pürierstab gründlich durch.

       

      Schwedischer Braten mit Meta-Soße

      1. Dann gebt Ihr noch einen ordentlichen Schuss Sahne in die Soße und dickt diese mit etwas Mehl an, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht hat.
      2. Fertig!

 

Schwedischer Braten mit Meta-Soße

 

Wir haben unseren Braten mit Blumenkohl und Kartoffeln als Beilagen sehr genossen, wobei ich besonders die Kartoffeln noch lobend hervorheben muss. Die haben Sina und Steffen an unserem herbstlichen Flammkuchenabend als Mitbringsel für mich dabei gehabt. Sie stammen aus heimischem Anbau von Steffens Family und waren schön bissfest und aromatisch. Lecker!

 

Schwedischer Braten mit Meta-Soße

 

Getränkemäßig sind wir beim Verzehr des Bratens ganz einfach beim Porter-Bier geblieben. Das passte natürlich sehr gut dazu.

 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachkochen und hoffe, dass Ihr von diesem Braten, bzw. der Meta-Soße genauso begeistert seid wie ich. Denn ich finde hier gilt wie so oft die alte Regel “die Soße ist eh das Beste”.

 

Hej då och tak Meta!

 

Schwedischer Braten mit Meta-Soße

Dieser Artikel hat bisher 6 Kommentare.


Bisherige Kommentare:

  1. Hardy sagt:

    Mehr oder weniger durch die Suchmaschine auf Euch gestossen. Dank den gut gemachten tags (dry aged) und schon bin ich am schauen und habe auch was gefunden, was ich wohl diese Woche mal probieren werde. Das liest sich so, als ob mir und meinen Gästen das schmecken wird.
    Also sag ich doch tak für das Rezept.

    • derLasse sagt:

      Hey Hardy!
      Schön, dass Du hier vorbei “gestolpert” bist :-)
      Würde mich sehr freuen, wenn Du auch hier von Deinen Erfahrungen mit dem Meta-Soßen-Rezept berichten würdest.
      Lass es Dir und Deinen Gästen gut schmecken!!!
      Beste Grüße
      Lars

  2. Hardy sagt:

    So Ihr kochbegeisterten Kerle. Wenn ihr wirklich einmal was kochen wollt, wo ihr noch Zeit für die Gäste habt, was super schmeckt und nicht nur die Frauen in der Runde überzeugt, dann versucht diesen Braten! Ich bin äußerst zufrieden damit. Es ist ja immer so ein Ding, wenn man zum 1. Mal was macht und dazu Gäste einlädt. Ich kürze ab und sage es war sensationell. Der Braten überzeugt. Die Gelingsicherheit und der Geschmack – Klasse. Bin sehr froh es ausprobiert zu haben.

    Wie gewünscht gebe ich einen kurzen Link auf meinen Bericht und bin sicher, bald mache ich das einmal wieder!! Danke aus tiefstem Bauch für dieses tolle Rezept!
    http://hardy2014.wordpress.com/2014/01/22/schwedischer-braten-mit-meta-sose/

    • derLasse sagt:

      Hi Hardy!
      Wow – bist Du schon so schnell dazu gekommen, das Rezept nach zu kochen?!? Astrein!!!
      Freut mich sehr, dass es Dir/Euch so gut geschmeckt hat. Das Gericht gelingt wirklich immer.
      Was für Fleisch hast Du denn genommen? Auch Schwein? Ich kann auch wirklich empfehlen das bei Zeiten auch mal mit Wild auszuprobieren…
      Schmeckt ebenfalls prima.

      • Hardy sagt:

        Hi Lasse,
        ja ich hatte Schwein. Wir haben in Oberwürzbach einen ausgezeichneten Metzger (gehört lt. Feinschmecker zu den Besten) und dort gibt es allerlei was mein Herz erfreut. Ich hatte einen Nacken vom Hällischen Schwein. Das ist so eine alte schwarzbunte Hausschweinrasse mit aromatischem Fleisch. Davon hatte ich mir das durchwachsene Stück abschneiden lassen, denn Erfahrungsgem. ist es einfach das bessere Fleisch. In NT brutzelt ganz langsam sowieso alles fett raus und bereichert die Spße.

        Das Rezept ist einfach toll. Wenn man überlegt wie wenig dazu notwendig ist. Und statt Meta-Soße könnte man Mega-Soße sagen. Wirklich richtig gut!

        Ihr habt einen tollen blog!!

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