Schweizerisch lecker: Käsefondue

verfasst von derLasse am 20. Dezember 2012



Der Winter ist die perfekte Zeit für Raclettes und Fondues. Für echte Käse-Fans bleibt ein ordentliches Käsefondue nach Schweizer Rezept immer noch das einzig Wahre.

 

Käsefondue

 

Unsere Raclette-Saison hatten wir schon vor einer Weile offiziell eröffnet, aber am letzten Wochenende war es dann auch endlich mal Zeit für ein ordentliches Käsefondue (nachdem mir ein in der Schweiz lebender Freund am Mittwoch-Abend ein Fondue-Bild geschickt hatte, musste ich da am folgenden Freitag einfach nachziehen).

 

Auch das Rezept, das ich hier beschreibe habe ich von meinen Schweizer Freunden. Die kennen sich da einfach aus – man muss sich immer auf die richtigen Informanten stützen.

 

Wichtig für ein schönes Käsefondue ist natürlich die Auswahl des richtigen Käses. Natürlich kann man im Supermarkt auch fertige Käsefondue-Mischungen kaufen, aber auch hier ist selbstgemacht immer noch am besten. Im Rezept kommen Greyerzer (Gruyère) und Freiburger Vacherin zum Einsatz. Zumindest der zweitgenannte gehört nicht unbedingt zum Repertoire eines Standard-Supermarktes. Den müsst Ihr Euch entweder im Käseladen, oder beim Feinkosthändler besorgen. Manchmal muss er sogar vorbestellt werden. Aber: Die Mühe lohnt sich und erhöht ja eigentlich nur die Vorfreude. Sagt dem Käsehändler Eures Vertrauens am besten auch direkt, dass Ihr Käsefondue machen wollt, dann reibt er Euch den Käse direkt fertig.

 

So, die wichtigsten Zutaten sind schon einmal im Haus… Jetzt fehlen eigentlich nur noch ein paar Kleinigkeiten. Ach ja: Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Ihr schon im Besitz eines Caquelons (der Pott fürs Käsefondue, wird manchmal auch Fonduepfanne genannt) und eines dazu passenden Rechauds seid.

 

Zutaten

Käsefondue

  • 350 g Greyerzer (gerieben)
  • 350 g Freiburger Vacherin (gerieben)
  • 300 ml Weißwein
  • 1 Schnapsglas Kirsch
  • 1 EL Speisestärke / Maizena
  • Muskatnuss
  • Paprika-Gewürz
  • Pfeffer
  • 1 Knoblauchzehe

So wird`s gemacht:

  1. Zuerst einmal reibt Ihr das Caquelon gründlich mit der gehäuteten Knoblauchzehe aus. Danach stellt Ihr es bei mittlerer Hitze auf die Herdplatte.
  2. Nach und nach fügt Ihr jetzt die beiden Käsesorten hinzu und lasst sie schön schmelzen. Wichtig ist dabei, dass Ihr immer wieder gut durchrührt, damit nichts anbrennen kann.
  3. In einem seperaten Gefäß mischt Ihr den Weißwein mit der Speisestärke.
  4. Wenn der Käse komplett geschmolzen ist, gebt Ihr die Wein/Stärke-Mischung und den Kirschschnaps ins Caquelon. Jetzt muss direkt wieder ganz ganz fleissig gerührt werden, bis eine schön sämige Käsemasse enstanden ist.
  5. Zeit zum Würzen: Hier könnt Ihr ganz nach Lust und Laune frisch geriebene Muskatnuss, etwas Paprikapulver und etwas Pfeffer hinzufügen.
  6. Und nun ab auf das bereitstehende, angezündete Rechaud damit.

 

Käsefondue

 

Ich wünsche Euch fröhliches und schmackhaftes Tunken!!! Das geht am besten mit 2 – 3 unterschiedlichen Brotsorten und ein paar leckeren Pellkartoffeln.

 

P.S.: Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Mit ein wenig Backpulver und Wasser lässt sich das Caquelon nach der Schlemmerei hervorragend von jeglichen Käseresten befreien.

Dieser Artikel hat bisher 4 Kommentare.


Bisherige Kommentare:

  1. Volker sagt:

    Hi,

    liest sich sehr gut. Für wieviel Personen etwa ist denn das Rezept?

    Viele Grüße

    Volker

    • derLasse sagt:

      Hey Volker,

      tja, das ist ja immer so eine Sache…hängt natürlich auch stark von den Beilagen ab, die man noch zusätzlich isst ;-)

      Ich würde sagen die angegebenen Mengen reichen auf jeden Fall für 3 Personen.

      Gerade gestern habe ich noch für ein 4 – 5 Personen Fondue-Abend am nächsten Montag Vacherin und Greyerzer eingekauft. Da habe ich von beiden Sorten 500g genommen…

      Lass Dir das Fondue gut schmecken wenn es so weit ist.

      Beste Grüße
      Lars

  2. Truman sagt:

    Da fehlt ja noch die Hälfte! Bei der Hard-Ware schon mal die metallische (meist Aluminium) Wärme-Verteilplatte zwischen Rechaud und Flamme, damit das Fondue nicht anbrennt. Die Keramik-Caquelon sind ein MUSS, damit wegen der schlechten Wärmeleitung das Fondue auch nicht anbrennt.
    So weit, so gut, aber dann braucht es noch es Mini-Caquelon für das Kirsch-Wasser (Chriesiwässerli), in welches die Brot-Stücke vor dem Tauchen in das Fondue getaucht werden. Schnaps-Stamperl oder Gläser eignen sich dafür nicht, weil zu eng. Es währschaftes Schweizer Chäsfondue IST eine feucht-fröhliche Angelegenheit!

    Der letzte Schrei ist ein getrüffeltes Champagner-Chäsefondue, offenbar von der Käserei in Pontresina erfunden, aber auch das Morchel-Chäsfondue hat seinen festen Platz erobert.

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