Sri Lanka schmeckt!!!

verfasst von derLasse am 20. August 2014



Schwarzer Tee, Zimt, Chili, Muskatnuss, Rice & Curry, gefüllte Rotti, Chocolate Banana Pancakes, tropische Früchte, Avocados und über allem der Duft von Räucherstäbchen – Sri Lanka hat für Nase und Gaumen so einiges zu bieten. Für begeisterte Surfer natürlich auch.

 

Sri Lanka

 

Dem ein oder anderen Leser ist sicherlich aufgefallen, dass es in der letzten Zeit wieder etwas ruhiger hier im Blog war – wie jedes Jahr… Grund dafür war natürlich die Ferienzeit! In den nächsten Tagen und Wochen soll es hier aber natürlich wieder so richtig rund gehen.

 

Wie auch schon in den letzten Jahren möchte ich Euch jetzt aber erst einmal ein wenig von meinem diesjährigen Sommertrip berichten und Euch ein paar erste Impressionen liefern. Während ich ja letztes Jahr noch mit Bulli und Travel-Grill im Süden Europas unterwegs war, führte mich mein diesjähriger Sommer-Surftrip dieses Mal in etwas entferntere Gefilde: Sri Lanka. Das recht kleine tropfenförmige Stückchen Land gleich neben Indien.

 

Lighthouse Point Sri Lanka

 

Knappe 10 Stunden Flugzeit, tropisches Klima, badewannenwarmes Wasser und Saison für Wellen an der Ostküste mitten im Sommer. Passte also – da freut sich das Surferherz. Genau diese Bedingungen haben wir dort auch vorgefunden. So gab es erst einmal fast 3 Wochen lang nur das ganz harte “Eat, Sleep, Surf, Repeat”-Programm, bevor wir noch zu einem sehr schönen und interessanten Kultur-Trip über die Insel aufgebrochen sind.

 

Viel Sport macht natürlich hungrig, so dass wir zahlreiche Gelegenheiten hatten, die Besonderheiten der lokalen Küche kennen zu lernen.

 

Natürlich habe ich mich mit der einheimischen Küche nicht nur esstechnisch auseinandergesetzt, sondern wollte auch den ein oder anderen Input für das Kochen zuhause mitnehmen.

 

Bei Dilani, Inhaberin der wunderschönen Hilltop Cabanas in Komari, durfte ich deshalb einige Male helfende Hand und Schüler in der Küche sein, was mir großen Spaß gemacht hat.

 

sri-lanka

 

Natürlich geht es in solch einer authentischen Küche etwas anders zu, als wir es hier in Mitteleuropa von unseren Küchen gewohnt sind. Von den Fliegenmengen möchte ich gar nicht allzu ausführlich berichten, aber es ist ganz normal, dass hin und wieder ein Geck an der Wand klebt, ein Hund oder ein Streifenhörnchen herein gerannt kommen. Neben zwei Gasflammen und einem Mixer zur Zubereitung frischer Säfte und Smoothies gab es eine schöne offene Feuerstelle, auf der in der Regel die großen Töpfe für Currys Platz finden.

 

Sri Lanka

 

So konnte ich – natürlich neben der Zubereitung von Rice & Curry über dem offenen Feuer – von Dilani lernen, wie man Roti zubereitet. Diese Teigfladen sind Beilage und Basis für viele andere Gerichte der Küche Sri Lankas. So dienen sie z.B. zur Herstellung gefüllter Roti, die man überall in zahlreichen Variationen in Straßenküchen kaufen kann. Außerdem sind sie auch die Basis für das Kottu Roti, ein ziemlich beliebtes lokales Gericht. Hierfür werden Roti in dünne Streifen geschnitten und zusammen mit Gemüse, Fisch oder Fleisch (ähnlich wie beim gebratenem Reis) im Wok zubereitet. Unheimlich lecker!

 

Absolut begeistern konnte mich in Dylans Küche ein sehr schönes Haushaltsgerät, das man in fast allen sri-lankischen Haushalten findet: Die Kokosraspel. Mit dieser lassen sich frische Kokosnüsse ruckzuck zu feinen Raspeln verarbeiten, die in vielen Gerichten eine große Rolle spielen.

 

Sri Lanka

Sri Lanka

 

So landen diese (neben Mehl) auch im Rotti-Teig, dienen als Basis für selbst gemachte Kokosmilch (die eigentlich in jedem Curry enthalten ist) oder bilden die Grundlage für Pol Sambol.

 

Diese scharfe Mischung aus Kokosraspeln, frittierten getrockneten Chilis, Limettensaft und Gewürzen hat es mir besonders angetan. Von Köchin Sita habe ich gelernt, wie man diese im Holzmörser (für mich habe ich schon einen bei Urbanara gefunden) anmischt. Verwendet wird Pol Sambol dann als pikantes Topping auf Curries oder oder Dhal-Gerichten. Superlecker!!!

 

Ich frage mich allerdings, ob das Pol Sambol – in Deutschland aus fertigen Kokosraspeln zubereitet – genauso gut schmecken wird. Ansonsten sollte ich mir jetzt schonmal überlegen, wie ich frische Kokosnuss vernünftig geraspelt bekomme. Selbstverständlich wird das Ganze zeitnah ausprobiert!

 

Sri Lanka Hochland

 

Mein Fazit nach 3,5 Wochen Sri Lanka ist durch die Bank weg positiv! Ein wunderschönes Land mit prima Surfbedingungen, toller Natur, beeindruckenden Teeplantagen, freundlichen Menschen und vielen tollen Aromen!

 

Also: Natürlich wird es in der nächsten Zeit hier dann auch noch einige ausführlichere Rezepte und Geschichten aus Sri Lanka geben. Ich hoffe Ihr könnt Euch dafür genauso begeistern wie ich mich… Ich habe jetzt aber erstmal eine Woche Reis-Frei ;-)

 

Ab jetzt passiert hier also wieder etwas. Versprochen!

 

Sri Lanka

Dieser Artikel hat bisher 5 Kommentare.


Bisherige Kommentare:

  1. Hardy sagt:

    Willkommen zurück. Schön!! In Sri Lanka war ich noch nie, aber der kurze Artikel macht neugierig. Nun hoffe ich bald etwas Nachgekochtes bei Dir zu lesen.

    • derLasse sagt:

      Hallo Hardy! Besten Dank!!!
      Die ersten Currys habe ich hier schon gekocht – die Beiträge dazu werde ich dann mal in der nächsten Zeit angehen.
      Beste Grüße

  2. Hardy sagt:

    soll doch in der Einleitung “tropfenförmiges Land” heissen? Nicht, dass noch jemand die Treppe nach Sri Lanka sucht.
    Klugscheißmodus aus

    • derLasse sagt:

      Aber natürlich sollte es das heißen – danke Dir für die Korrektur.
      Ich bin mir auch ziemlich sicher “tropfenförmig” getippt zu haben….da wurde ich wohl (mal wieder) Opfer der Autokorrektur…

  3. Jahn sagt:

    Und ich freue mich aufs Roti Rezept. Wir haben hier zwar einen Inder im Co-Working, der weiß aber nicht so recht wie das mit dem Roti backen geht… Also, hopp Lars! Wir sind gespannt auf Dein Roti für alle Rezept!

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