Superschnelle Hähnchen-Pastete und ein kleines Missgeschick

verfasst von derLasse am 12. April 2013



Ich gebe zu: Auch bei mir in der Küche läuft nicht unbedingt immer alles glatt. Bei dieser (eigentlich) super-schnellen Hähnchen-Pastete ist mir leider ein ziemliches Unglück inkl. ordentlicher Sauerei passiert. Beim zweiten Versuch hat`s dafür hervorragend geschmeckt.

 

 

Eigentlich sollte sich dieses Rezept in ca. einer halben Stunde locker zubereiten lassen, denn die Vorgehensweise ist denkbar einfach: Hähnchenbrust, Frühlingszwiebeln und Champignons anbraten, Brühe hinzufügen mit etwas Stärke abbinden, Blätterteig drüber und ab in den vorgeheizten Ofen damit.

 

Eigentlich… 

 

Dummerweise habe ich – nachdem ich die angebratenen Hähnchenbruststreifen und das Gemüse in eine Keramik-Auflaufform umgefüllt hatte – die ebensolche auf der noch heißen Herdplatte abgestellt. Das Hinzufügen des (nur zimmerwarmen) Hühnerfonds hat dann wohl für eine solch unglückliche Temperaturverteilung innerhalb der Form gesorgt, dass diese spontan beschloss mit einem lauten Knacks zu reißen.

 

Die eigentlich geplante Hähnchen-Pastete hatte ich dann also erstmal auf heißer Herdplatte, an der Backofenklappe herunterlaufend und auf dem Fußboden. Zusätzlich noch ein paar nette Keramiksplitter dazwischen.

 

Hähnchen-Pastete

 

Na Mahlzeit… Es blieb mir also leider nichts anderes übrig, als erst einmal eine deprimierte Putz-Session einzuschieben. Ich denke ich muss nicht gesondert erwähnen, dass ich auch schon einmal bessere Laune hatte.

 

Wichtiger Tipp: Auch beim Kochen darf man sich nicht von Rückschlägen unterkriegen lassen. Versuch 2 in einer neuen Auflaufform ist bestens geglückt und hat hervorragend geschmeckt.

 

Achtet also beim Nachkochen darauf, wo Ihr Eure Auflaufform befüllt… ;-)

 

Ach so, noch eine Anmerkung: Es handelt sich hierbei eigentlich nicht um eine Pastete im eigentlichen Sinne, da die Füllung ja nicht komplett in den Teig eingebacken ist – es gibt eben nur einen Teigdeckel. Es handelt sich also viel mehr um die Expressversion einer Hähnchen-Pastete.

 

Zutaten

Hähnchen-Pastete im Ofen

  • 300 – 350 g Hähnchenbrust
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 5 große Champignons
  • 1/2 Becher Sahne
  • ca. 250 ml Geflügelfond
  • ein EL Speisestärke
  • Blätterteig
  • Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer

So wird`s gemacht:

  1. Für einen zügigen, reibungslosen Ablauf solltet Ihr als erstes Euren Backofen auf ca. 200°C vorheizen.
  2. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und darin die in ca. 1 cm breite Streifen geschnittene Hähnchenbrust darin anbraten. Jetzt schon einmal mit etwas Salz und Pfeffer würzen.
  3. Frühlingszwiebeln und Champignons putzen, ebenfalls in Streifen schneiden und kurz mit in die Pfanne geben – bis die Frühlingszwiebeln leicht glasig aussehen.
  4. Jetzt der kritische Moment ;-) : In eine Auflaufform umfüllen und den Geflügelfond (aus dem Glas) und die Sahne hinzufügen. Einen Löffel Speisestärke hinzufügen und diesen gut unterrühren. Noch mag Euch das alles recht flüssig vorkommen, aber die Stärke wird Ihren Job im Backofen später schon noch machen…
  5. Hähnchen-Pastete

  6. Zum Würzen könnt Ihr jetzt noch einmal etwas Salz, Pfeffer und ein wenig geriebene Muskatnuss hinzufügen.
  7. Jetzt bedeckt Ihr den kompletten Inhalt der Form mit Blätterteig. Schneidet diesen ruhig großzügig zu, er darf gerne leicht wellig obenauf liegen. Googelt mal “Blätterteig selber machen” – dann wird Euch schnell klar, warum man hier im Idealfall auf fertigen Teig zurückgreifen sollte…
  8. Den Teig dann noch ganz leicht mit dem Messer einritzen. Ich habe noch einen kleinen mit Olivenöl getränkten Rosmarinzweig obenauf gegeben.
  9. Hähnchen-Pastete

  10. Dann ab in den Ofen damit und ca. 20 Minuten backen lassen bis die Teigkruste goldgelb ist.

 

Uns hat ein frischer Salat dazu hervorragend geschmeckt.

 

Hähnchen-Pastete mit Salat

 

Ich wünsche Euch viel Spaß und wenig Komplikationen beim Nachkochen!

 

Dieser Artikel hat bisher 4 Kommentare.


Bisherige Kommentare:

  1. Tapas Dirk sagt:

    Auweh, ja die Teile halten nichts aus. ich hatte das sogar mal bei einem Bräter aus Gusseisen. Einfach so gerissen das Teil.
    Dafür sieht der zweite Versuch bei dir echt lecker aus.
    Liebe Grüße Dirk

    • derLasse sagt:

      Hey Dirk! Ja, inzwischen haben mir schon einige Freunde und Bekannte ähnliche Storys erzählt. Solche Erlebnisse gehören wohl auch einfach mal dazu…darf man sich nicht unterkriegen lassen.

      Beste Grüße!

  2. Jan sagt:

    Kann mich da nur anschließen, sieht wirklich sehr sehr lecker aus! Gute Besserung an deine Keramikform ;)

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