Tomaten-Sugo selbst einkochen

verfasst von derLasse am 22. Januar 2013



Wenn die Zeit knapp ist und man auch keine richtige Lust aufs Kochen hat, ist der Griff zur fertigen Pasta-Soße mit ein paar Nudeln häufig eine beliebte Lösung. Allerdings kann man eine einfaches Basic-Tomatensugo auch ganz einfach selber kochen und in Gläser einkochen.

 

Tomaten-Sugo einkochen

 

Das heutige Thema lautet also wieder: Vorratskochen. Wenn man keine Zeit/Lust auf frisches Kochen hat, freut man sich trotzdem, wenn man nicht auf Ware aus dem Supermarktregal zurückgreifen muss, sondern trotz Unlust etwas selbst gemachtes essen kann.

 

Eine einfache Basis-Tomatensoße aus dem Vorrat ist da eine ziemlich praktische Sache:

Zum einen schmeckt sie schon so für sich ganz gut, zum anderen lässt sie sich auf die unterschiedlichsten Arten noch mit anderen Zutaten verfeinern, so kann man sie z.B. um Schinken, Speck, Paprika, Chili, Anchovis oder Salsiccia ergänzen, um nur einige der unendlich zahlreichen Variationsmöglichkeiten zu nennen.

 

Ein weiterer Vorteil ist, dass man ein solches Tomaten-Sugo eben wunderbar ohne viel Aufwand in recht großer Menge herstellen kann. Man braucht eigentlich nur einen schönen großen Topf und einige Gläser, in die man die fertig Soße dann abfüllen und einkochen kann. Ich habe dafür einfache, gesammelte Twistlock-Marmeladengläser verwendet. Selbstverständlich wurden diese vorher von Etiketten befreit und ordentlich gespült. Während des Einkoch-Vorgangs habe ich sie außerdem auch noch abgekocht, dazu aber später mehr.

 

Das hier vorgestellte Rezept ist erst einmal die Basic-Tomatensoße, demnach sollte man diese noch nicht allzu speziell würzen, es geht eher darum für einen gewissen Grundgeschmack zu sorgen, alles weitere kann dann dazu gegeben werden, wenn das Sugo gegessen werden soll.

 

Noch eine kurze Anmerkung bevor es losgeht: Für mein Tomaten-Sugo kombiniere ich frische und Dosentomaten, weil die hier erhältlichen frischen Tomaten nicht unbedingt immer das allerkräftigste Aroma haben. Ein paar zusätzliche gute Tomaten aus der Dose sind da für einen schön fruchtigen Geschmack schon ganz hilfreich.

Zutaten

  • 8 frische Tomaten
  • 2 Dosen Tomaten
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 – 3 TL Zucker
  • 1 Stange Staudensellerie
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 – 3 Zweige frisches Basilikum
  • Oregano

So wird`s gemacht:

  1. Zwiebeln, Knoblauch und Staudensellerie fein würfeln und in einem großen Topf mit Olivenöl glasig, ohne Farbe andünsten. 2 – 3 Teelöffel Zucker dazu geben und leicht karamellisieren lassen.
  2. Mit Dosentomaten und den in grobe Würfel zerteilten frischen Tomaten ablöschen, aufkochen lassen und dann die Hitze reduzieren.
  3. Eine kleine Prise Salz dazu geben und die Basilikumzweige einfach in den Topf legen. NICHT die Blätter abzupfen – so könnt Ihr die kompletten Zweige am Ende des Kochens einfach wieder aus dem Topf nehmen, denn das Basilikum soll hier nur etwas Aroma liefern und nicht in der Soße verbleiben. Eine kleine Prise Oregano und etwas frisch gemahlenen Pfeffer könnt Ihr nun auch schon dazu geben.
  4. Das wars im Prinzip schon – nun muss das Sugo mal mindestes 45 Minuten – eher eine Stunde – in Ruhe vor sich hin köcheln. Deckt den Topf nicht ab, damit die Flüssigkeit aus den Tomaten schön verkochen kann und sich eine schöne Konsistenz ergibt.
  5. Ein paar Minuten bevor die Kochzeit rum ist setzt Ihr einen zweiten Topf mit Wasser auf und bringt dieses zum Kochen. Dort hinein gebt Ihr Eure Vorratsgläser und deren Deckel, denn zum Einkochen müssen die keimfrei sein. Wenn Ihr sie richtig lange haltbar machen wollt, könnt Ihr jetzt außerdem schonmal Euren Backofen einschalten (ca. 80 – 100°C) und dort etwas Wasser in die Fettwanne geben, damit Dampf entsteht.
  6. Wenn die Tomaten-Soße fertig gekocht ist, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Ihr püriert sie mit dem Zauberstab durch (dabei besteht allerdings das Risiko, dass Ihr auch Tomatenkerne zerkleinert, die dann leicht bitter werden könnten – mich stört das aber nicht) oder Ihr dreht sie zum Pürieren durch eine flotte Lotte (dann habt Ihr keine Kerne mehr darin).
  7. Das Tomaten-Sugo ist nun fertig und kann in die Gläschen abgefüllt werden. Wichtig hierbei: Versucht so keimfrei wie möglich zu arbeiten.
  8. Also: Erstes Glas aus dem kochenden Wasser nehmen und auf eine saubere Unterlage stellen – zum Handhaben der Gläser und Deckel funktioniert eine kleine Kochzange wunderbar. Tomatensugo einfüllen, Deckel aus dem kochenden Wasser nehmen und auflegen, mit Hilfe eines sauberen Küchentuchs den Deckel fest verschließen und das Glas in den Backofen voll heißem Wasserdampf stellen. Dann ist das nächste Glas dran.
  9. Lasst die Gläser ca. 10 Minuten lang im Ofen. Dann seht Ihr, dass sich ihre Deckel leicht nach oben gewölbt haben. Wenn man sie nun abkühlen lässt entsteht im inneren ein konservierendes Vakuum – das erkennt Ihr daran, dass sich die Deckel nach dem Abkühlen nun leicht nach innen wölben.

 

Tomaten-Sugo einkochen

 

Die angegebene Menge hat bei mir für das Befüllen von 5 ehemaligen Marmeladen Twistlock-Gläsern gereicht. Die Rezepte, die ich in der nächsten Zeit mit Hilfe des eingekochten Tomaten-Sugos koche, werden dann selbstverständlich auch hier vorgestellt.

 

Ich wünsche Euch fröhliches Einkochen.

Dieser Artikel hat bisher 8 Kommentare.


Bisherige Kommentare:

  1. Sascha sagt:

    Hallo Männerkochrunde. Das mit dem einvakuumieren hört sich spannend an. Das werde ich auf jeden Fall mal zu Hause ausprobieren. Danke für die Anregung. Viele Grüße

    • derLasse sagt:

      Hey Sascha,

      ja, es lohnt sich, das mal auszuprobieren.
      Im Prinzip ist es ja nicht viel anders als bei Marmeladen oder Gelee…

      Wünsche Dir viel Erfolg!

      Beste Grüße
      Lars

  2. Katrin sagt:

    Hallo,

    ich bin gerade per Zufall auf deiner Seite gelandet. Ich koche im Sommer auch immer viiiiiiieeeeeeel Sugo ein. Meine Kinder sind sozusagen vernarrt in meine Tomatensauce;-)

    Ein kleiner Tipp bzgl. der Gläser: es ist ja immer äußerst lästig, die Gläser in heißem Wasser zu sterilisieren, vor allem wenn man größere Mengen einkocht. Ich stelle meine Twist-off-Gläser (ohne Deckel) in den Ofen und schalte ihn auf 120 Grad. Die Gläser kommen 10 Minuten da rein und sind nun steril. Die Deckel werden einfach in eine Schüssel gegeben und mit kochendem Wasser übergossen.

    Zum Vakuumieren müssen die Gläser nicht in den Ofen. Da kein Eiweiß in der Sauce ist, reicht es, mit den Gläsern umzugehen wie mit Marmelade. Heiße Sauce in die Gläser füllen, Deckel drauf und bei Raumtemperatur abkühlen lassen. Fertig. Mein Sugo hält locker 6 Monate, wenn es denn so alt wird;-)

    http://xn--katrins-kchenwelt-b3b.de/lieblinge/sugo-grundrezept-tomatensauce/

    Lieben Gruß

    Katrin

    • derLasse sagt:

      Hi Katrin,

      schön, dass Du über die Männerkochrunde gestolpert bist.

      Vielen Dank für Deine guten Tipps! Die werde ich auf jeden Fall bei der nächsten Sugo-Einkoch-Runde mal beherzigen. Stimmt schon, dass das Abkochen etwas nerven kann – habe gar nichts dagegen, wenn ich mir diesen Schritt sparen kann…;-)

      Im Moment ist aber ja leider (saisonal bedingt) Sugo-Einkochpause – noch habe ich allerdings auch ein paar Gläser.

      Viele Grüße und vielen Dank
      Lars

  3. Stony sagt:

    Hi Lasse,
    herzlichen Dank für Dein hervorragendes und einfach nachzukochendes Rezept, das ich gestern zum zweiten Mal umgesetzt habe.
    Nachdem ich mir beim ersten Versuch mehrere Wasserblasen und einen gröberen Muskelkater mit dem Durchpassieren mittels Sieb und Löffel geholt habe, hatte ich mir für den zweiten Durchgang eine “Flotte Lotte” besorgt. Damit ging’s dann gleich um so Vieles leichter und schneller. Seither verfeinere ich zahlreiche Speisen, insbesondere auch meine vereinzelten Anfänge mit vegetarischen Gerichten, mit dieser Soße und bin sehr glücklich damit. Aber die Möglichkeiten sind sicherlich nahezu grenzenlos und ich werde im Laufe der Zeit bestimmt zahlreiche neue Verwendungsmöglichkeiten entdecken.
    Viele Grüße und Danke
    Stony

    • derLasse sagt:

      Hey Stony,
      uff – sorry! Dein Kommentar war irgendwie aus Versehen im Spam-Ordner gelandet… Da steckte keine böse Absicht dahinter ;-)
      Schön, dass Dir der Beitrag hier gefallen hat.
      Nachdem ich den Garten meiner Eltern geplündert habe, liegt bei mir im Moment auch gerade wieder eine recht ordentliche Menge Tomaten, die ich heute Abend zu Sugo verarbeiten will. Zumindest teilweise.
      Allerdings werde ich wohl mit dem Muskelkater leben müssen, denn eine flotte Lotte besitze ich (bisher) leider noch nicht…
      Beste Grüße
      Lasse

      • Stony sagt:

        Hi Lasse,
        kein Problem; – ich hatte eigentlich gar nicht auf eine Antwort gewartet.

        Aber dann kann ich Dir gleich die Erfolgsmitteilung zukommen lassen, dass meine beste Freundin und ich für Ihre Familie und mich im Urlaub eine Großportion vorbereitet haben, was aber ebenso unproblematisch klappte.
        Viele Grüße
        Stony

        • derLasse sagt:

          Hey Stony,

          das hört sich doch super an!
          Ich hatte auch schon öfter selbst gemachtes Sugo mit im Urlaub – freut man sich immer drüber, wenn man beim Kochen mal nicht ganz so viel Zeit hat…

          Beste Grüße
          Lasse

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