Urlaubsstimmung nach Hause geholt: Tiroler Spinatknödel

verfasst von derLasse am 2. April 2012



Kennt Ihr das? Ihr seid gerade frisch aus dem Urlaub zurück und erinnert Euch an ein besonders leckeres Essen, das es am Urlaubsort gab. Wieder zuhause angekommen versucht man dann ein wenig Urlaubsstimmung durch Nachkochen herbeizuführen. Kulinarisch inspiriert durch den letzten Aufenthalt in Tirol sollte es bei mir am Wochenende Spinatknödel geben. 

 


 
Ich muss gestehen, dass ich bisher eigentlich nicht der größte Knödelfan war. Allenfalls als Beilage fanden Knödel hin und wieder Einsatz in meiner Küche. Ich wäre jedoch nie auf die Idee gekommen, mir ein “reines” Knödelgericht zuzubereiten, bei dem die Knödel die eigentliche Hauptspeise darstellen. 

 

Im Urlaub ist man aber ja gerne auch mal experimentierfreudig und so kam es, dass ich auf einer Hütte Tiroler Spinatknödel bestellt habe. Und ich muss sagen: Ich war total begeistert. Nicht nur der Geschmack der Knödel, sondern auch Ihre Konsistenz war wirklich hervorragend.

 

Also habe ich am Wochenende versucht selber Spinatknödel zu machen. Hier meine Vorgehensweise:

Zutaten

  • 3 Scheiben Weißbrot
  • 200 g TK-Blattspinat
  • 3 EL Milch
  • 1 Ei
  • 1 Zwiebel
  • 200 g Bergkäse
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
  • Olivenöl
  • eine Hand voll Cherry-Tomaten

So wird`s gemacht:

  1. Den TK-Blattspinat zunächst nach Packungsangabe kochen. Parallel dazu die Zwiebel fein würfeln und den Bergkäse reiben. Das Weißbrot in ca. 0,5 cm große Würfel schneiden.
  2. Brotwürfel und Bergkäse mit 3 EL Milch zu einer schönen Teigmasse vermengen. Ein wenig geriebenen Bergkäse aufheben um damit hinterher die Knödel noch bestreuen zu können.
  3. Zwiebelwürfel mit etwas Butter in der Pfanne andünsten. Danach zum gekochten Spinat geben und beides zusammen mit einem Ei leicht pürieren. Aufpassen, dass die Masse nicht zu fein wird – es soll schon noch etwas von der eigentlichen Spinatstruktur übrig bleiben.
  4. Die Spinatmischung dann zur Teigmasse geben und beides miteinander in einer Schüssel vermengen. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Schüssel mit einem Tuch abdecken und ca. 20 – 30 Minuten ruhen lassen.
  5. Danach Knödel formen und in reichlich Salzwasser ca. 15 Minuten lang kochen.
  6. Nach dem Kochen noch etwas Olivenöl über die Knödel geben und den restlichen geriebenen Käse darüber streuen. Ein paar halbierte Cherrytomaten zwischen den Knödeln verteilen.

 

Ich muss gestehen: So gut wie die originalen Hüttenknödel waren diese noch lange nicht – das Panorama beim Verzehr selbstverständlich leider auch nicht.

 

Der erste Versuch war aber trotzdem schonmal sehr lecker. Ich denke beim nächsten Mal werde ich versuchen, den Brotanteil noch etwas zu erhöhen und die Spinatmasse noch ein wenig gröber zu lassen, damit eher helle Knödel mit Spinatstücken darin entstehen statt fast komplett grüner Knödel. Eine fein gehackte Knoblauchzehe, die zusammen mit den Zwiebelwürfeln angedünstet wird könnte ich mir auch noch als sehr gute Ergänzung vorstellen.

 

Wie gesagt: Ich werde an diesem Rezept noch weiterbasteln – falls also jemand noch tolle Ideen oder Vorschläge für mich hat, freue ich mich auf Eure Kommentare.

 

Zum Abschluss noch ein kleiner Tipp: Wer sich in Kaltenbach/Hochfügen zum Skifahren oder Boarden herumtreibt sollte unbedingt die Spinatknödel und das Panorama der Kristallhütte erleben…

Dieser Artikel hat bisher 2 Kommentare.


Bisherige Kommentare:

  1. Tiim sagt:

    hallo,
    erstmal großes lob für die mühe und das veröffentlichen!
    wer einmal das original gegessen hat, will es immer wieder.
    ich habe dieses rezept heute mit frischem spinat nachgekocht und bin ziemlich nah an das original rangekommen. ich habe den rat, mehr brot zu verwenden befolgt, nämlich
    5 dünne scheiben weißbrot aus dinkelmehl.
    als tipp: statt olivenöl habe ich braune butter drüber gegeben und das ganze noch
    mit 8-10 erdnüssen (oder cashew geht auch) angerichtet und mit drei blättern spinat garniert.
    bin echt begeistert.

    • derLasse sagt:

      Hey Tim,
      oh – das hört sich echt nach ein paar tollen Verfeinerungen für das Rezept an. Die Idee mit den Cashews gefällt mir besonders!!!
      Danke Dir für Deinen Kommentar!
      Beste Grüße
      Lars

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