Große Überraschung: Vegane Lasagne aus “Vegan for Fit”

verfasst von derLasse am 18. September 2013



Nach dem samstäglichen Einkaufsbummel in einer Bonner Buchhandlung ist kürzlich ein etwas anderes Kochbuch in meiner Sammlung gelandet. Dort gab es nämlich eine Sonderstand mit veganer Kochliteratur – da habe ich einfach mal drauf los geblättert.

 

Vegan for Fit: Vegane Lasagne

 

Bei “Vegan for Fit” von Attila Hildmann bin ich dann irgendwie hängen geblieben. Ein sehr schön aufgemachtes Buch mit toll fotografierten veganen Rezepten, von denen viele in meinen Augen auf Anhieb ziemlich lecker aussahen.

 

Da ich bisher auch noch überhaupt keine Erfahrungen mit dem veganen Kochen gesammelt habe, hab ich mich spontan zum Kauf entschieden. Eigentlich ist das Buch als 30-Tage-Challenge gedacht. Die Leser sollen dazu angehalten werden, sich 30 Tage lang Vegan zu ernähren und sich so fitter, gesünder und evtl. auch ein paar Kilo leichter zu fühlen. Ehrlich gesagt ist mir die Challenge im Buch aber eher egal…ich hatte einfach Lust erst einmal hin und wieder ein paar vegane Gerichte zu kochen und so meinen persönlichen Koch-Horizont ein wenig zu erweitern.

 

Vegane Lasagne aus "Vegan for Fit"

 

Gesagt, getan. Inzwischen habe ich schon 2 Rezepte aus dem Buch nachgekocht.

 

Vollkommen begeistert hat mich die vegane Lasagne, die ich Euch heute vorstellen möchte. Und glaubt mir: Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich das einmal von einem veganen Gericht behaupten würde. Bei dieser Lasagne vermisst man aber wirklich auch als Nicht-Veganer die “tierischen” Zutaten überhaupt nicht.

 

Am meisten begeistert hat mich die letzte Schicht aus gewürztem, weißen Mandelmus. Sie ersetzt quasi Béchamelsoße und Käse und schmeckt einfach unheimlich lecker. Mandelmus ist eine Zutat, die mir bisher überhaupt noch nicht bekannt war, von der ich aber schon jetzt ein Riesenfan geworden bin (schon allein deshalb hat sich der Kauf des Buchs für mich gelohnt).
Einziger Nachteil daran: das Zeug ist unheimlich teuer – da sollte man vielleicht auch das Selbermachen mal ausprobieren.

 

Weil es in der 30-Tage-Challenge aus “Vegan for Fit” auch ums Abnehmen geht, verzichtet Attila Hildmann in all seinen Rezepten auf “schlechte” Kohlenhydrate aus Weißmehl. Pasta wird deshalb in allen Rezepten des Buches konsequent durch Gemüse ersetzt – so auch bei dieser Lasagne, bei der Zucchinischeiben für die Nudelplatten einspringen dürfen.

 

Mengenmäßig habe ich mich ganz brav an die Vorgaben des Buches gehalten – das hat auch alles wunderbar so gepasst.

 

Zutaten

  • ca. 180g Naturtofu
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 120g Möhren (bei mir waren das 2 kleine Möhren)
  • 130g Tomatenmark
  • 1 TL Oregano
  • 1,5 TL Agavendicksaft
  • 70ml Rotwein
  • frisches Basilikum
  • 15g weißes Mandelmus
  • 10ml Wasser
  • 1 Zucchini
  • Meersalz
  • Pfeffer
  • Olivenöl

So wird`s gemacht:

  1. Backofen auf 250°C vorheizen.
  2. Den Tofu zunächst mir einer Gabel zerkleinern (sieht dann fast aus wie Hackfleisch) und in einer Pfanne mit Olivenöl ca. 3 Minuten anbraten.
  3. Zwiebel, Knoblauch und Möhren würfeln und ebenfalls in die Pfanne geben und dort ca. 3 Minuten lang unter Rühren anbraten.
  4. Jetzt das Tomatenmark, den Agavendicksaft und den Oregano dazu geben. Gut durchmischen und dann mit dem Rotwein ablöschen.
  5. Kurz aufkochen lassen, vom Herd nehmen und das fein geschnittene Basilikum (eine gute Hand voll) unterheben.
  6. Das Mandelmus in einer Schale mit dem Wasser verrühren und mit etwas Salz und Pfeffer würzen.
  7. Jetzt kann fleißig geschichtet werden: Man beginnt mit einer Lage leicht überlappender Zucchinischeiben, darauf gibt man eine Lage Füllung. Die beiden Schichten wechseln sich so lange ab bis nichts mehr da ist.
  8. Den Abschluss bildet die bereits angesprochene Schicht aus weißem Mandelmus. Dieses wird einfach auf die Lasagne gegeben und gleichmäßig verteilt.
  9. Jetzt ab in den Ofen damit – bis die Mandelmus-Schicht goldgelb geworden ist dauert es ca. 5 Minuten.

 

Vegane Lasagne aus "Vegan for Fit"

 

Diese wahnsinnig leckere vegane Lasagne hat mich wieder einmal erfahren lassen, dass es sich sehr lohnen kann, über den Tellerrand zu schauen und neue Dinge auszuprobieren – ich fand sie einfach nur super lecker. Das weiße Mandelmus habe ich inzwischen auch schon bei anderen Pasta-Gerichten zum verfeinern verwendet.

 

Vegane Lasagne

Dieser Artikel hat bisher 14 Kommentare.


Bisherige Kommentare:

  1. Kai sagt:

    Seit etwas einem Jahr lebe ich unter der Woche komplett vegetarisch. Nur noch am Wochenende hochwertiges Fleisch aus der Region. Da merkt man erst mal wie abwechslungsreich und kreativ die vegetarische Küche ist. Das hätte ich damals nicht gedacht.

    • derLasse sagt:

      Hey Kai,
      Sorry – für die leicht verspätete Antwort, ich war viel unterwegs in den letzten Tagen.

      Die Devise “wenn Fleisch dann hochwertig” halte ich auch ein. Allerdings muss ich zugeben, dass ich es nicht komplett vegetarisch durch die Woche schaffe, auch wenn ich inzwischen häufig vegetarische Gerichte koche.

      Deinen Flexitarier-Ansatz finde ich aber super!

      Beste Grüße
      Lars

  2. Lisa sagt:

    Hey,
    ich habe auch schon ein paar mal die Lasagne und auch Spaghetti Carbonara gemacht.
    Da mir das Mandelmus etwas zu teuer ist, benutze ich oft Erdnussmus.
    Ist um einiges günstiger und auch sehr lecker.
    Grüße

    • derLasse sagt:

      Hi Lisa,

      Du hast vollkommen Recht: Ich war auch erstmal ziemlich “schockiert” als ich den Preis für weißes Mandelmus das erste mal gelesen habe…
      Werde Deinen Tipp auf jeden Fall auch einmal ausprobieren.

      Hast Du die Carbonara auch nach dem Buch-Rezept gemacht, oder nach einem anderen?

      Beste Grüße
      Lasse

  3. Lisa sagt:

    Ja, ansonsten habe ich mich an das Rezept gehalten.
    Fand es wirklich sehr sehr lecker, trotz Erdnussmus statt Mandelmus!
    Beste Grüße zurück,
    Lisa

    • derLasse sagt:

      Hey Lisa,

      Prima – das Rezept hatte ich nämlich auch noch auf meiner Liste zum Nachkochen stehen.

      Glaube ich werde es dann auch einfach mal direkt mit Erdnussmus versuchen.

      Meine Mandelmus-Vorräte habe ich am Samstag morgen beim Rösten von Knuspermüsli aufgebraucht…

      Viele Grüße!

  4. Kerstin sagt:

    Mandelmus kann mann im 500 Gramm Glas zu 8,50 € bei Hiela Reformwaren beziehen. Es gibt auch noch einige andere Nußmuse und vieles mehr. Ich hab dort schon mehrfach bestellt und kanns nur weiterempfehlen http://www.hiela.de/

  5. denise rimmer sagt:

    hi zusammen

    danke für die anregungen.
    ich selbst ess ab und an etwas fleisch doch sehr sehr wenig.
    tierische produkte wenns immer geht bio aber seit einiger zeit auch vegan was schon etwas schwieriger ist am anfang.
    durch ne spezielle stoffwechsel lasse ich schon seit einiger zeit auch weizenprodukte weg und …wenn ich wirklich mal lust hab ist es nur auf brot oder ne bretzel…
    leider oder gerade super merk ich aber das mir der weizen echt nicht gut tut denn ich hab blähungen das es mir nicht mehr gut geht!!!
    hab das schon früher bemerkt bei brot weglassen in der ernährung.
    meine tochter ist vollvegetarier und da sind mir vegane menues auch sehr willkommen denn auch eier und andere produkte stammen von tieren die unter umständen schlecht gehalten werden.
    ein buch meiner freundin öffnete mir die augen ….der titel…anständig essen von Karen Duve.ich kanns nur empfehlen :)
    nochmals vielen dank

    denise rimmer

    • derLasse sagt:

      Hallo Denise,
      Danke Dir für Deinen ausgiebigen Kommentar!
      Ich bin gerade von einem knappen Monat in Asien zurück – ich würde sagen dort haben wir zu locker 70% vegetarisch gegessen. Fleisch hat einem in den Gerichten dort auch gar nicht großartig gefehlt. Nach Rückkehr habe ich mich allerdings schon auf ein ordentliches Steak gefreut muss ich gestehen…
      Wie auch immer: Ich bin ziemlich dir und einiges leichter aus dem Urlaub zurückgekehrt…
      Beste Grüße
      Lars

      P.S.: Besten Dank auch für den Buch-Tipp – werde ich mir bei Gelegenheit mal ansehen

  6. Simone sagt:

    Hey,

    ich weiß nicht, ob ich es übersehe habe, aber für wie viele Portionen ist die Lasagne denn gedacht?

    Danke und liebe Grüße :)

    • derLasse sagt:

      Hey Simone,

      also um ehrlich zu sein: Wir haben das zu zweit gegessen.
      Ich denke prinzipiell sollte das aber auch schon für 3 Personen reichen ;-) ;-)

      Viel Spaß und gutes Gelingen!!!

  7. Beppo sagt:

    Hallo Lasse !

    Mit großen Intereresse lese ich auf eurer Seite die vielen leckern Rezepte.
    Bei der Recherche zu meinen veganen Zucchini-Spagetti bin ich darauf gestoßen, das Agavendicksaft wohl überhaupt nicht empfehlenwert ist und besser durch Ahornsirup ersetzt werden sollte. Lies doch bitte einfach selber mal nach, was du daraus schliesst.

    http://blog.paleosophie.de/2013/05/30/noch-giftiger-als-zucker-agavendicksaft-und-drei-bessere-alternativen/

    Gruß Beppo

    • derLasse sagt:

      Hi Beppo,
      besten Dank für Deinen Kommentar.
      Ich hatte in der Tat auch schon einmal etwas ähnliches über Agavendicksaft gelesen.
      Aber ganz ehrlich: Es ist ja nicht so als würde man den andauernd und in großen Mengen zu sich nehmen.
      Ich zumindest habe ihn tatsächlich bisher eigentlich nur in diesem einen Gericht verwendet.
      Ich denke aber auch, dass man ihn in diesem Rezept ganz problemlos durch Ahornsirup ersetzen könnte.
      Viele Grüße und Danke für den Link
      Lasse

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